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Rauschenberg plant fünftes Windrad

Regierungspräsidium stoppt vorerst bayerische Windkraft-Pläne auf dem Sosenberg Rauschenberg plant fünftes Windrad

Läuft das Genehmigungsverfahren nach Plan, kann im späten Frühjahr 2015 mit dem Bau von Windrädern im Rauschenberger Stadtwald begonnen werden. Das teilte der Bürgermeister auf OP-Anfrage mit.

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Mit Hilfe zweier Kräne wird ein Windrad-Rotor mit einem Durchmesser von 117 Metern im Emsdorfer Feld zusammengesetzt. Fünf baugleiche Windräder mit einer Gesamthöhe von mehr als 200 Metern sollen im Rauschenberger Stadtwald entstehen. Zunächst war von vier Windrädern die Rede gewesen. Archivfoto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Michael Emmerich (CDU) hatte am Dienstagabend vor dem Haupt- und Finanzausschuss im Zusammenhang mit der Finanzplanung für das Haushaltsjahr 2017 erklärt, dass die Stadt ab 2016 mit Einnahmen aus der Windkraft rechne. In diesem Zusammenhang berichtete er, dass nach Absprache zwischen der Breidenbacher Firmengruppe Krug und der Stadt nun für den Windpark auf dem Roteküppel mit fünf statt mit vier Windrädern geplant werde.

Das fünfte Windrad sei schon immer eine Option gewesen, sagte der Bürgermeister dieser Zeitung. Auch im Arbeitskreis Energie Rauschenberg sei man übereingekommen, mit einem fünften Windrad in das Genehmigungsverfahren zu gehen. Die Entscheidung senke den Infrastruktur-Kostenanteil pro Windrad und verhindere, dass es bei einem späteren Bau Probleme mit den Mindestabständen zwischen den großen Anlagen vom Typ Nordex 117 gebe, erläuterte der Bürgermeister.

Windräder dieses Typs wurden zuletzt im Emsdorfer Feld (3) und im Burgholzer Forst (2) aufgebaut. Ein sechstes Windrad im Kirchhainer Stadtgebiet soll bei Sindersfeld entstehen. Die dort genehmigte Fläche würde gerade noch für ein zweites Windrad ausreichen. In Sindersfeld haben die Rauschenberger Windpark-Pläne Verärgerung ausgelöst, denn der Höhenzug Roteküppel reicht an die Sindersfelder Gemarkungsgrenze heran. Zugleich ist dieser Standort für die Stadt alternativlos, weil es keine zweite Fläche im Rauschenberger Stadtgebiet gibt, die die Genehmigungsvorgaben einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 5,75 Metern pro Sekunde erreicht.

Wie die OP berichtete, wird die Firmengruppe Krug den kompletten Windpark auf eigenes Risiko planen und bebauen. Zwei Windräder will das Unternehmen selbst betreiben und die beiden anderen Windräder an die Stadt beziehungsweise an eine Rauschenberger Genossenschaft abtreten. Die Stadt habe laut Vertrag eine Option auf das fünfte Windrad, werde dieses aber wegen der hohen Investitionskosten (rund fünf Millionen Euro, die Red.) voraussichtlich dem Breidenbacher Investor überlassen, sagte der Bürgermeister.

Unterdessen sind die Pläne der Energieallianz Bayern, auf dem Rauschenberger Hausberg Sosenberg fünf Windkraftanlagen zu bauen, vorerst gescheitert. Das Gießener Regierungspräsidium habe einen Antrag der Bayern auf Erteilung eines Vorbescheids unter anderem unter Hinweis auf die von der Stadt ausgewiesenen beziehungsweise beantragten Windkraft-Vorrangflächen Auf der Hecke und dem Roteküppel abgelehnt, berichtete Emmerich. Das sei allerdings noch keine endgültige Entscheidung, erklärte der Bürgermeister. Die Stadt möchte den Sosenberg zum Schutzder Heiligen Eichen windkraftfrei halten.

von Matthias Mayer

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