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Rauschenberg im Zeichen der Kunst

Kunst Rauschenberg im Zeichen der Kunst

Am kommenden Wochenende findet Rauschenbergs bisher größte Kunstausstellung statt. Mehr als 60 Künstler präsentieren in zehn verschiedenen Lokalitäten ihre Werke.

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Organisatoren, Helfer und Mitglieder des neuen Vereins „Kunst in Rauschenberg“ freuen sich auf die erste „Rauschenale“: (von links) Dr. Uli Hoerder, Horst Barthel, Dr. Anne Hoerder, Martha Henkel, Michael Emmerich, Manfred Günther und Jörg Näther.Foto: Henkel

Rauschenberg. Am Samstag, 15. Oktober, um 10 Uhr geht es los: Mit einer Vernissage in der Kratz‘schen Scheune, dem Gemeinschaftshaus der Stadt Rauschenberg, wird die „1. Rauschenale“ eröffnet. An dem Wochenende steht die Stadt im Zeichen der Kunst: Am Samstag sind die Ausstellungen von 12 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

60 Künstler präsentieren ihre Werke dann an teilweise ungewohnten Ausstellungsorten, beispielsweise dem Gewölbekeller im Anwesen Junker, dem Autohaus „Horst“, dem Metallbaubetrieb „Starkon“ (der ehemaligen Tapetenfabrik), der Galerie „Glashaus“, einem ehemaligen Ausstellungsraum für Automobile oder aber auch in der Stadtkirche. Als weitere Ausstellungsorte dienen das ehemalige „Backhaus“ am Markt, die Alte Schule, die Grundschule und neben dem „Haus der Begegnung“ am Friedhof natürlich die zentrale Anlaufstation „Kratz‘sche Scheune“.

Die Idee zu dieser Kunstausstellung, die alljährlich stattfinden soll, war aus den Jubiläumsfeierlichkeiten „750 Jahre Rauschenberg“ entstanden. Im Jahr 2015 hatte es eine eher bescheidene Vorgängerveranstaltung gegeben, bei der zunächst nur zwei alte Fachwerkbalken das einzige war, was aus der Stadt an der Wohra stammte. Doch dann fand sich in Anne Hoerder eine Einheimische, die mit einigen Skulpturen aus Beton die Ausstellung bereicherte.

Seitdem reifte bei Hoerder und Martha Henkel die Idee, etwas Größeres, für die Stadt Ungewöhnliches in Sachen Kunst zu schaffen. Die Versuche, sich einem bereits bestehenden Verein anzuschließen, um sich rechtlich abzusichern, waren wenig erfolgreich. So entschlossen sich die Frauen, einen eigenen Verein zu gründen. Nach Anlaufschwierigkeiten fanden sie dann auch Mitstreiter, sodass „Kunst in Rauschenberg“ nun 13 Mitglieder zählt, darunter auch der Magistrat der Stadt Rauschenberg.

Die Sponsorensuche war nur am Anfang ein Problem

Anfänglich sei es in der Stadt überaus schwierig gewesen, für das Kunstprojekt „Rauschenale“ Sponsoren aufzutreiben, berichtet Henkel und verweist darauf, dass es nach der Gründung einiges gab, das vorfinanziert werden musste. Problem sei gewesen, dass mögliche Sponsoren sich bereits bei der 750-Jahr-Feier engagiert hatten. Und auch vom Land Hessen habe es keine Zuschüsse oder Fördergelder gegeben.

Dennoch ließen sich die beiden Künstlerinnen nicht von ihrem Projekt abbringen – und es wuchs und wuchs. Nicht nur die Liste der Künstler wurde immer länger – auch die Anzahl der Sponsoren stieg letztendlich stetig.

Und so machten sich die Frauen daran, etwas öffentlichkeitswirksamer zu agieren. Den ersten Internetauftritt www.rauschenale.de erstellte der städtische Mitarbeiter Jörg Näther. Auf dieser Basis schuf der neu dem Verein beigetretene professionelle Webdesigner Axel Hofmann in enger Zusammenarbeit mit dem Vereinsvorstand nach und nach eine rundum gelungene Webseite.

Arbeitsteilig wurden Verträge mit den Besitzern der jeweiligen Ausstellungsräume und den Künstlern geschlossen. In den Landfrauen aus Rauschenberg und Schwabendorf, dem Frauenchor sowie dem ASV fanden die Künstlerinnen Vereine, die sich während der „Rauschenale“ um das leibliche Wohl der Gäste kümmern wollen. Darüber hinaus werden in der Galerie „Glashaus“ Kulinarisches und Wein aus Italien angeboten.

Bereits jetzt zeigt die „Rauschenale“ Langzeitwirkung, soll doch die Galerie „Glashaus“ ganzjährig durch Ausstellungen von Tischler- und Schreinerinnung, Events oder für musikalische Darbietungen genutzt werden. Darüber freut sich im Besonderen Bürgermeister Michael Emmerich, der das gesamte Kunstprojekt vorbehaltlos unterstützt.

Bisher warben die Initiatoren mit Postkarten für die Ausstellung. Inzwischen sind auch die Faltblätter fertig, auf deren Karte alle Ausstellungsorte und möglichen Parkflächen eingezeichnet sind. Als kleine Orientierungshilfe für Ortsfremde ist geplant, dass vor jedem Ausstellungsort ein bunt bemalter Kopf auf die Räume hinweist. Ein Shuttleservice vom Autohaus Horst wird über drei Haltestellen die Tallage mit der Altstadt verbinden.

Für Musik sorgen „Softeis unplugged“ im Starkon-Gebäude und „Dylans Dream“ in der Galerie „Glashaus“. Zudem gibt es eine Fotoausstellung mit dem Titel „Lost Places“. Dabei galt es, ein Motiv aus Rauschenberg abzulichten, welches trotz des Verfalls einen gewissen Charme hat. Über das beste der in der „Alten Schule“ ausgestellten Fotos entscheidet eine Jury. Die Preisverleihung erfolgt am späten Sonntagnachmittag in der Kratz‘schen Scheune.

von Heinz-Dieter Henkel

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