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Rauschenberg bekommt zwei neue Blitzer

Geschwindigkeitsüberwachung Rauschenberg bekommt zwei neue Blitzer

Die Stadt Rauschenberg treibt ihre Pläne zum Ausbau der stationären Geschwindigkeitsüberwachung in Eigenregie voran.

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Diese Blitzersäule in der Bahnhofstraße wurde inzwischen demontiert. Dort will die Stadt nun auf eigene Rechnung ein neues Messgerät aufbauen.

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Wie Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) am Dienstagabend vor den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses berichtete, werden zwischen dem 10. und 12. Dezember zwei neue Blitzersäulen im Stadtgebiet errichtet. Die Standorte befinden sich in der Kernstadt an der Bahnhofstraße und an der Ortsdurchfahrt in Bracht im Bereich der Grundschule.

Der Stadtverordnete Manfred Hampach (FBL) merkte an, dass der Standort für eine solche Anlage in der Kernstadt an der Schule sinnvoller sei. Dort werde nach seiner Wahrnehmung zu schnell gefahren. Der Bürgermeister entgegnete, dass der Standort in der Bahnhofstraße von der hessischen Polizei-Akademie als sinnvoll eingestuft worden sei.

An dieser Stelle stand bereits ein Messgerät, das sich aber nach Einschätzung des Eigentümers German Radar nicht rechnete. Das Unternehmen aus dem Osten Brandenburgs hatte im Zuge eines Kooperationsabkommens der Städte Kirchhain und Rauschenberg und der Gemeinde Wohratal in diesen drei Kommunen in Kirchhain drei, in Rauschenberg eine und in Wohratal vier Blitzersäulen auf eigene Kosten aufgebaut, die nach dem Fallpauschalen-Modell betrieben wurden. Das bedeutet: Das Unternehmen wurde an den Bußgeld-Erlösen aus verwertbaren Geschwindigkeitsüberschreitungen beteiligt. Die siebenstellige Investition des Unternehmens erwies sich als großer Reinfall, weil es in Rauschenberg und in Wohratal zu selten „blitzte ohne zu donnern“. In beiden Kommunen wurden die Anlagen wieder abgebaut.

38.000 Euro im Jahr

Ein großer Vorteil für die Stadt: Die aufwendigen Gründungs- und Erschließungsarbeiten für den Standort in der Bahnhofstraße sind bereits gemacht. Stützmauer, Fundament und Stromanschluss sind nach der Demontage der Anlage durch German Radar geblieben.

Die beiden neue Anlagen in der Kernstadt und in Bracht muss die Stadt für zusammen 38.000 Euro pro Jahr leasen. Dieses Geld findet sich im Haushaltsentwurf 2015. Besonders wichtig ist dem Bürgermeister die Anlage in Bracht. „Der überregionale Durchgangsverkehr hat in Bracht deutlich zugenommen, und Probemessungen haben gezeigt, dass an der Grundschule oft viel zu schnell gefahren wird“, sagte Emmerich der OP.

Als verlässliche Einnahmequelle hat sich unterdessen der Blitzer an der Bundesstraße 3 bei Josbach erwiesen. Michael Emmerich berichtete gegenüber dieser Zeitung von konstanten Fallzahlen. Rund 600 Geschwindigkeitsüberschreitungen würden monatlich registriert, was zu Einnahmen zwischen 8000 und 9000 Euro pro Monat führe. „Für den Haushaltsausgleich reicht das nicht aus“, sagte der Bürgermeister augenzwinkernd unter Anspielung auf seine Zeit als Hauptamtsleiter der Gemeinde Münchhausen, der dies durch den Geldsegen aus ihren Blitzern in Simtshausen und Münchhausen zwischenzeitlich gelang.

von Matthias Mayer

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