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Rathaussturm macht Namen alle Ehre

Karneval Rathaussturm macht Namen alle Ehre

So richtig genießen konnten weder die Narren noch die Zuschauer den Rathaussturm: Wegen Wind und Wetters mussten die Garden sogar ihre obligatorischen Tänze abblasen.

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Die Bürgerwehr versuchte vergeblich, die Narren zu vertreiben. Prinzessin Sabine II. und Prinz Jürgen I. ließen sich auch nicht vom Wind aus dem Konzept bringen.

Neustadt. Es war ein Rathaussturm im wahrsten Sinne des Wortes: Mit ordentlich Wind im Rücken kamen Neustadts Narren die Marktstraße hinunter und nutzten dazu noch den strömenden Regen, um zunächst die Bürgerwehr - die diesmal immerhin wieder etwas Widerstand leistete und von der Stadt sogar ausreichend Munition gestellt bekommen hatte - und dann Bürgermeister Thomas Groll fortzuspülen.

Der forderte zwar noch: „Die Kassen sind leer, Narren bringt das Geld uns her“, stieß aber auf taube Ohren - und natürlich Gegenforderungen. Das Kinderprinzenpaar des Jugendblasorchesters, Prinzessin Gianina Klug und Prinz Carlo Kappel, erinnerte beispielsweise zum wiederholten Mal daran, dass ein Karussell für Straßenfeste wichtig sei. Zudem appellierte es an die Stadt, am Kirmessamstag wieder Programm zu bieten, und kritisierte die neuen Getränkepreise im „Haus der Begegnung“.

Prinzessin Sabine II. (Launer) und Prinz Jürgen I. (Ripken) animierten die Stadt dazu, das „Haus des Karnevals“ vernünftig zu sanieren. Kritik sendeten sie in Richtung Landratsamt, bei dessen Erstürmung die Narren keine Orden überreicht bekommen hatten.

Felicitas Trebes-Börner erinnerte an eine gelungene Veranstaltung „55 Jahre Sankta-Maria-Fasenacht“. Ein ähnliches positives Fazit zog Michaela Gies, die Sitzungspräsidentin des Frauenvereins.

„Bürgermeister, sieh‘s doch ein, die Narren kommen überall rein“, sagte VfL-Sitzungspräsident Michael Launer, während sein Amtskollege von der Kolpingfamilie, Andreas Gnau, Grund zur Freude hatte: Ihm war es gelungen, den Junker Hans und seine Burgfräulein zum Wechsel von der Seite der Stadt zu den Narren zu überzeugen. Fragt sich, ob der familiäre Einfluss auf Sohnemann Jakob Gnau den Ausschlag für dessen Entscheidung gegeben hatte, oder ob das Angebot der Narren schlicht besser war als das der Stadt - Geld hatten die Karnevalisten ja wie erwähnt keins im Gepäck.

von Florian Lerchbacher

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