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Rätselraten rund um die rätselhafte Wasserrinne

Schaden Rätselraten rund um die rätselhafte Wasserrinne

Irgendwo in der etwas mehr als 200 Meter langen historischen Oberflächenableitung der Amöneburger Altstadt geht das Regenwasser verloren - doch das ist nicht die einzige Frage, die sich stellt.

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Sefa Elmaci bahnt sich den Weg durch die historische Wasserrinne. Für die Reparatur des Bauwerks will der SPD-Mann Basaltsteine aus seinem Eigentum zur Verfügung stellen.

Quelle: Florian Lerchbacher

Amöneburg. Sie ist historisch, kaum jemandem bekannt und irgendwie beeindruckend -wie alt die durch den Heckenhain vom Berg hinabführende Rinne ist und wer sie gebaut hat, weiß bei der Stadt allerdings niemand. Sicher ist nur eins: Das Wasser, das nach etwas mehr als 200 teilweise steilen Metern am sogenannten „Klopp-Werk“ ankommen sollte, geht irgendwo zwischen den Basaltsteinen verloren. Nur wo? Mit dieser Frage setzten sich die Mitglieder des Amöneburger Bauausschusses während einer Ortsbegehung auseinander.

Einige Steine aus Wänden der Wasserrinne seien rausgebrochen und es gebe einige Löcher -„aber nichts Dramatisches“, sagte Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg, ehe er sich mit den Kommunalpolitikern auf den Weg durch die Rinne machte und rund 40 Höhenmeter überwand. Dabei zeigte sich, dass an einigen Stellen größere Abstände zwischen den Basaltsteinen sind und ab und zu Hindernisse wie Holzstämme oder Erde im Weg sind. „Da, wo sich die Haufen gebildet haben, muss etwas passieren“, betonte Reinhard Franke (CDU) und forderte, die Löcher zu stopfen.

"Wir wissen alle, was Wasser macht"

„Nur wo geht das Wasser hin?“, fragte Ausschussvorsitzender Peter Greib (AWG) und ergänzte, dass es etwa 50 Meter vor dem Ende der Leitung „an den Felsen“ scheinbar verschwinde: „Bis zum letzten Herbst floss es noch nach ganz unten.“ So lange das Wasser keinen Schaden anrichte, sei es ja eigentlich „wunderbar“, kommentierte er, ergänzte dann jedoch: „Aber wir wissen alle, was Wasser macht. Es bahnt sich seinen Weg - wir müssen daher schon wissen, wo es hinfließt.“

Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg betonte, der Bauhof werde sich der Angelegenheit annehmen und sich auf die Suche nach dem Schaden machen. „Das wird wohl nächstes Jahr“, fügte er in Sachen Zeitplanung hinzu und regte einen Färbetest an. Dabei werde das Wasser oben am Beginn der Rinne „am Wasserfall“ eingefärbt. So lasse sich nachvollziehen, wo es letztendlich ankomme. Die Höhe der Reparaturkosten ist entsprechend noch nicht bekannt. Sicher ist indes, dass die Arbeiten schwierig werden. Anno 1992/1993 sei es bereits zu einer Sanierung gekommen, blickte Richter-Plettenberg in der Historie zurück und betonte, dass die Reparatur des historischen Bauwerks nur per Hand erfolgen durfte. Lediglich ganz am Ende der Leitung sei ein Kleinstbagger zum Einsatz gekommen.

Sefa Elmaci (SPD) bot an, die Stadt dürfe für die Reparatur auf Basaltsteine aus seinem Eigentum zurückgreifen. Er habe auf seinem Grundstück noch einen Vorrat liegen, den er gerne zur Verfügung stelle.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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