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Radler genießen freie Fahrt

Einweihung Radler genießen freie Fahrt

Eine kleine Einweihungsfeier setzte den Schlusspunkt unter das Radwegeprojekt von Wohratal und Rosenthal. Es hatte 715000 Euro gekostet.

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Zur offiziellen Einweihung gab es den Schnitt durch ein Band, mit dabei waren natürlich die Bürgermeister Peter Hartmann und Hans Waßmuth (fünfter und sechster von links).Foto: Yanik Schick

Wohratal. Margarete Wagner ist begeistert. Der neue Radweg zwischen Langendorf und Rosenthal hat es der 79-Jährigen angetan. Zusammen mit ihrem Mann ist sie schon ein Stück der Strecke gelaufen. „Ich muss sagen, der Weg ist sehr schön und dort herrscht schon viel Betrieb“, stellt Wagner fest. Sie wohnt in der Langendorfer Schulstraße und damit direkt an der Einmündung zur neuen Route für die Radfahrer. Immer wieder stößt sie dort auf Freunde und Bekannte.

Ganz besonders froh ist Wagner darüber, dass ihre kleinen Enkelkinder aus Rosenthal schon ganz alleine und sicher in nur 20 Minuten mit dem Fahrrad zu ihr kommen können. Das war vorher nicht möglich - schließlich führte der offizielle Weg unter anderem über die Landesstraße 3087. Dort, wo Autos mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern fahren, wäre es für die Kleinen viel zu gefährlich gewesen.

Genau deshalb freute sich Rosenthals Bürgermeister Hans Waßmuth auch ungemein, den neuen Radweg entlang der Bentreff endlich einweihen zu können. Schon 2008 gab es wegen der ungünstigen Lage erste Überlegungen, die Route zu verlagern. „Wir haben über die Kosten diskutiert, weil wir in Rosenthal mehrere Stücke neu bauen mussten“, erinnerte sich Waßmuth, „dadurch hat sich die Planungsphase verzögert, wir haben auf die Genehmigungen der Behörden gewartet und konnten erst dann die Fördergelder beantragen.“ Eine kleine Odyssee bahnte sich an: Nachdem klar war, dass 4,2 Kilometer des insgesamt 5,6 Kilometer langen Wegs neu angelegt werden müssen und die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt waren, sagte das Land Hessen zu, 80 Prozent der Gesamtkosten zu übernehmen. Die belaufen sich auf rund 715 000 Euro, etwa 145000 Euro davon entfallen auf die Gemeinde Wohratal.

Im August des vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten. Neben den neuen Wegen bauten die beauftragten Unternehmen gleichzeitig drei neue Brücken. Im zu milden Winter mussten die drei Bauunternehmen ihre Geräte allerdings teilweise ruhen lassen, die Schotterwege waren für ihre Fahrzeuge zu instabil. So stellten sie den Radweg letztlich erst im April fertig. „Dieses Projekt stand bei uns ganz oben auf der Agenda“, sagte Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann, „es ist eine Investition und eine Attraktion für unsere Bevölkerung.“ Noch dazu eine sehr günstige für seine Gemeinde, schließlich konnte Wohratal bis zur Kreisgrenze bestehende Wege nutzen. „Jetzt fehlen uns nur noch Radwege nach Albshausen und Hertingshausen“, sagt Hartmann.

von Yanik Schick

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