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Radarwagen bleibt im Einsatz

Wohratal Radarwagen bleibt im Einsatz

Nach dem Abbau der teils heftig kritisierten Blitzersäulen wollte Bürgermeister Peter Hartmann ein Meinungsbild der Gemeindevertretung zu mobilen Geschwindigkeitskontrollen haben.

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Die Zeit der Blitzersäulen ist in Wohratal zu Ende, mobil wird aber weiterhin kontrolliert. Archivfoto: Mayer

Wohratal. Bis auf Dr. Gerhard Willmund (CDU) sprachen sich alle Gemeindevertreter für die Fortsetzung der mobilen Messungen aus. Das Fahrzeug eines Unternehmens steht einmal im Monat in Wohratal.

CDU-Fraktionsvorsitzender Willmund war aufgebracht darüber, dass der Gemeindevorstand eine derartige Diskussion überhaupt erst in Gang gesetzt habe. Die Zuständigkeit für innerörtliche Tempokontrolle liege beim Bürgermeister, so Willmund. Und da Hartmann alle erforderlichen Instrumente dafür in der Hand halte, „können Sie sich aus dieser Frage nicht rauswinden, es ist Ihre Aufgabe“, sagte der Parlamentarier in Richtung des Kämmerers.

Ferner sei Willmund von der bildlichen Darstellung in der OP zum Abbau der stationären Kontrollgeräte überrascht gewesen. Ein Foto hatte den Bürgermeister gezeigt, wie er neben einer der Blitzersäulen den Daumen nach unten senkte. „Das hat mich irritiert. Denn so könnte der Eindruck entstehen, man fühle sich von einer großen Last befreit“, sagte der CDU-Politiker. Peter Hartmann konnte die Aufregung in dieser Sache nicht nachvollziehen. „Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Nach der hohen negativen Emotionswelle fragt sich der Gemeindevorstand, ob seitens der Gemeindevertretung überhaupt noch Geschwindigkeitsüberwachungen gewünscht sind. Ich habe persönlich meine Zweifel, ob das noch so ist“, so der Bürgermeister, der daher „ein Ja oder Nein“ von den Gemeindevertretungsmitgliedern hören wollte.

Die Grundsatzentscheidung bezog sich darauf, ob Wohratal weiterhin Teil des seit vielen Jahren bestehenden Ordnungsbehördenbezirks mit Kirchhain und Rauschenberg bleiben soll. SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus-Dieter Engel sprach sich in jedem Fall dafür und somit für eine Weiterführung der Kontrollen aus. Zwar verursachten die Kontrollen unter dem Strich ein Defizit. Einen Rückzug auf ganzer Linie könne die Gemeinde jedoch auch nicht verantworten.

„Ich habe Verständnis für die Frage des Bürgermeisters, ob die Bürger nach den vielen einseitigen Attacken überhaupt noch hinter den Blitzern stehen. Es gibt aber auch viele, die Radarkontrollen befürworten“, befand Engel. Deren Meinung sei bei allen Vorwürfen etwas untergegangen.

von Yanik Schick

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