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RP genehmigt zwei Windräder bei Roßdorf

Entscheidung RP genehmigt zwei Windräder bei Roßdorf

Wie angekündigt hat das Regierungspräsidium Gießen (RP) noch vor dem Jahreswechsel den Bau zweier weiterer Windräder im Roßdorfer Windpark genehmigt. Der RP erteilte gestern der Juwi Energieprojekte GmbH aus Wörrstadt die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für zwei Windkraftanlagen vom Typ GE 2,75-120 mit einer Nennleistung von je 2,75 Megawatt.

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Der Weg ist frei für zwei weitere Windräder bei Roßdorf.

Quelle: Tobias Hirsch

Roßdorf. Die Nabenhöhe beträgt 139 Meter, der Rotordurchmesser 120 Meter und die Gesamthöhe 199 Meter. Die Genehmigung gilt befristet für einen Zeitraum von 30 Jahren und erlischt, wenn nicht innerhalb von drei Jahren der Betrieb aufgenommen wird. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres dürften die beiden Windräder ans Netz gehen. Die Rodungsarbeiten sollen noch in diesem Winter erfolgen.

Das Wörrstädter Unternehmen darf die Windräder nicht nur bauen, sondern auch betreiben. Die Juwi hat allerdings die von ihr projektierten und gebauten fünf Windräder im Roßdorfer Wald nach der Fertigstellung im Frühjahr 2016 verkauft.

Bürgerinitiative wehrte sich vergebens

Und auch der Käufer veräußerte den Windpark an den inzwischen dritten Eigentümer. In der Branche ist es nicht unüblich, selbst das Baurecht für Windräder gewinnbringend zu verkaufen. Zu der ursprünglich stark propagierten Bürgerbeteiligung an den Windrädern ist es nie gekommen.

Gegen den Bau der Windräder Nummer sechs und sieben hatte sich die Bürgerinitiative „Es reicht“ nach Kräften gewehrt. Bürgerinnen und Bürger aus den Amöneburger Stadtteilen hatten als K.-o.-Kriterium für die Erweiterung des Windparks angeführt, dass die von juwi beauftragten Gutachter nur einen von drei Rotmilan-Horsten als Brutstätte der geschützten Greifvogelart richtig erkannt und benannt haben sollen.

Bisher keine Stellungnahme der Gegner

Außerdem sammelten sie 500 Unterschriften gegen den Bau der beiden Windräder im Roßdorfer Wald und gegen einen Windpark auf der Mardorfer Kuppe. Vertreter der Bürgerinitiative waren gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Das Regierungspräsidium nannte in einer Pressemitteilung die Verfahrensbeteiligten: „Das Genehmigungsverfahren wurde unter Beteiligung aller Behörden durchgeführt, deren Aufgabenbereiche von dem Bauvorhaben berührt werden.

Dies sind beispielsweise die Stadt Amöneburg sowie der Kreisausschuss des Landkreises Marburg-Biedenkopf mit Bauamt, Brandschutz und Denkmalschutz. Darüber hinaus waren eine ganze Reihe von Fachdezernaten des RP Gießen wie Regional- und Bauleitplanung, Obere Wasserbehörde, Obere Naturschutzbehörde und Immissionsschutz eingebunden“, heißt es in der Mitteilung.

von Matthias Mayer

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