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Punktgenaue letzte Landung der Bütt-Legende

Karneval Punktgenaue letzte Landung der Bütt-Legende

Eine Premiere in und ein Abschied aus der Bütt sowie der Karneval der Tiere waren die Höhepunkte der abwechslungsreichen Fastnachts-Sitzung der Neustädter Frauengemeinschaft St. Maria.

Neustadt. „Ich würde lieber unanständig jung bleiben, als mit Anstand alt werden“, lautete das Fazit der letzten Büttenrede von Irene Henrich. Die 71 Jahre alte Ehrenbüttenrednerin der Frauengemeinschaft St. Maria verabschiedete sich am Mittwoch nach mehr als 30 Jahren von der närrischen Bühne. Stilgerecht hatte sie sich dem Altwerden gewidmet und mit beißendem Witz für Begeisterung im Publikum gesorgt. Doch nun ist Schluss und Zeit, dem Nachwuchs Platz zu machen: „Mein Busen ist auch schon sauer auf mich. Er will mich nicht mehr anschauen.“

Eine potenzielle Nachfolgerin ist auch schon gefunden: Doris Schmitt berichtete in ihrer ersten Büttenrede als Fränkin in Neustadt über Sprachbarrieren und nahm die lokale Geschäftswelt aufs Korn.

Ein optischer Höhepunkt war der Auftritt der Gruppe „Die Unentschlossenen“, die Bürgermeister Thomas Groll zeigten, was ihn als Zirkusdirektor erwarten würde. Der Tanz der Löwen, Elefanten, Kängurus und Giraffen „durch den Bürgerpark“ wurde angesichts der herrlichen Kostüme dabei schnell zur Nebensache.

Elegant daher kam die Kolpinggarde, die sich für den Showtanz als Pierrots verkleidet hatte. Bunt war der Auftritt der Hipp de Bibbs als Vögel, der Sankta Glorias als rassige Lateinamerikanerinnen und der jüngsten Gruppe, der Knallfrösche, als Schwarzwaldmaries. Für einen würdigen Abschluss der Tanzdarbietungen sorgten Dagmar Beck und Petra Spatzier, die als „Oma und Opa“ die alten Hüften überraschend flott kreisen ließen.

Für Unterhaltung auf dem Flug der Airline St. Maria, als den die Frauengemeinschaft die Sitzung getarnt hatte, sorgten zudem Simone Michel, die über die Rivalität von Sangesschwestern witzelte sowie Marion Hill, die sich als Marktfrau Neustadt und ihrem Ehemann widmete, der Komplimente mit der Axt mache: Als sie gesagt habe, dass sie die Natur liebe, habe er nur trocken hinzugefügt: „Und das bei allem, was sie dir angetan hat.“ In einem weiteren Sketch verirrte sich Hill als heiratswilliger Junggeselle in eine Reitschule, in der es im Gespräch mit ihrer Tochter Daniela Korell zu herrlich zotigen Verwechslungen kam. Zudem spielten Mechtild Lotz und Annette Schmitt ein bisschen mit Zahlen.

von Florian Lerchbacher

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