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Auch Niederklein wird eingemauert

Prunksitzung beim NKC Auch Niederklein wird eingemauert

„Sandhoas Hepp“ ist einer der Ausrufe beim Niederkleiner Kolping Carneval (NKC). Beim närrischen Jubiläum am Samstagabend kam noch ein „Let’s make Niederklein great again“ hinzu.

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Tanzmariechen Jenny Reißner hatte nach 15 Jahren ihren letzten Auftritt und wurde dafür besonders gewürdigt. Rechtes Bild: Zu den Tanzgruppen gehörten auch die „Gleer Tanzmädels“.

Quelle: Yanik B. Schick

Niederklein. Donald Trump in Niederklein? Donnerwetter! Wenn der neue US-Präsident zu Karneval ans Rednerpult im Bürgerhaus schreitet, dann muss er etwas Wichtiges zu verkünden haben. „Ik wörde Ihr neuer Bürger-King“, ruft der Mann, unter dessen blonder Haarpracht sich Christoph Grimmel verbirgt, enthusiastisch ins Mikro.

„Glee Helau“ und „Sandhoas Hepp“ sind die Ausrufe des Niederkleiner Kolping Carneval, die bei der Jubiläumssitzung politisch angehauchten Zuwachs bekommen: „Let’s make Niederklein great again.“

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Er wolle tatsächlich sein Amt als Präsident aufgeben, um im Herbst bei der Bürgermeisterwahl in Stadtallendorf zu kandidieren. Ein paar wahnwitzige Ideen hat Trump - wie es seiner würdig ist - natürlich auch im Gepäck: Um Niederklein „great again“ zu machen, soll zum Beispiel die Mauer nun an der Grenze zu Stadtallendorf hochgezogen werden.

Nach drei Jahren feierte Grimmel sein Bühnencomeback beim Niederkleiner Karneval. Seine Trump-Parodie war ein Teil des Show-Auftritts der „Naue Gleer Nautnotze“, der zu den Höhepunkten an diesem Abend gehörte - ebenso wie der Tanz von Funkenmariechen Jenny Reißner.

Sie trat zum letzten Mal nach 15 Jahren auf die Bühne des NKC und beendet nun aus privaten Gründen ihre aktive Karriere. Als Trainerin bleibt sie den Niederkleinern aber weiterhin erhalten. Von Sitzungspräsident Frank Richter gab es im Anschluss Blumen und würdigende Worte für den Einsatz. Seine Tochter Sophie wird im kommenden Jahr Reißners Nachfolge antreten.

Es war ein närrisches Jubiläum, die 55. Prunksitzung beim NKC. Die ersten Glanzlichter gleich zu Beginn hatten wie gewohnt die NKC-Garde und die Kolpingfunken mit zwei Gardetänzen gesetzt.

Ortsdiener Heinrich Schleich und der NKC-Ehrenpräsident Robert Gruß übernahmen danach die Aufgabe, alle wichtigen Geschehnisse in Niederklein aus den vergangenen zwölf Monaten zu kommentieren.

Gutes „Zeugnis“ für Niederkleins Fußballer

Dabei bekam die Fußball-Mannschaft des örtlichen Sportvereins endlich einmal ein rundum positives Zwischenzeugnis ausgestellt. „Dem Spitzenreiter wurde zuletzt mit 4:0 eine Lektion erteilt, jetzt wird der Aufstieg angepeilt“, sagte Gruß optimistisch.

Auch der anstehenden Bürgermeister-Wahl wandte er sich zu: „Zwei Gleer treten an - wer’s wohl am ehesten schaffen kann?“, fragte er (zu dem Zeitpunkt noch nichtsahnend von der überraschenden Kandidatur Donald Trumps) in den Saal. Eine Prognose wollte Gruß daraufhin aber nicht abgegeben: „Fragezeichen“, lautete sein knapper Ausblick.

Die tänzerischen Darbietungen vor rund 270 Zuschauern setzten die „Black Pearls“, Sophie Richter als „Teenager-Tanzmariechen“, die „Tanzperlen“ des SV Niederklein sowie die „Gleer Tanzmädels“ fort. Frank Richter, der persönlich sein elfjähriges närrisches Jubiläum als Sitzungspräsident feierte, samt Sohn Simon als „Dynamisches Duo“ sowie Angela Brand und Ann-Sophie Schmid als verkleidete Nonnen sorgten dazwischen jeweils mit Sketchen für Abwechslung.

Mit einem Tanz-Auftritt in ästhetischer Vollendung lieferte das NKC-Männerballett einmal mehr einen krönenden Abschluss.

von Yanik Schick

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