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Projekt soll Ängste nehmen

Erste Hilfe Projekt soll Ängste nehmen

Wie verhält man sich in einem Notfall und wie holt man Hilfe? Das und vieles mehr lernten die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule während einer Projektwoche rund um das Thema "Erste Hilfe".

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Während Jessica unter Anleitung von Gisela Wagner auf der Trage Platz nimmt, schaut Kati gebannt zu.Foto: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Gespannt betreten Jessica, Kati und Sebastian ein Rettungsfahrzeug des Roten Kreuzes, das zum Abschluss einer Projektwoche zum Thema „Erste Hilfe“ an die Astrid-Lindgren-Schule (ALS) gekommen ist. Sie bekommen die verschiedenen Geräte erklärt und dürfen sogar auf der Trage Platz nehmen. „Wir wollen so den Schülern vermitteln, keine Angst zu haben“ erklärt Gisela Wagner, Bereitschaftsleiterin der DRK-Bereitschaft Kirchhain.

Ein Woche lang brachte sie vormittags sieben Schülern unterschiedlichsten Alters die Grundlagen der „Ersten Hilfe“ bei. 38 Schüler besuchen derzeit die Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung mit Abteilung für körperliche und motorische Entwicklung. „Die Idee, die Schüler im Rahmen ihrer Möglichkeiten in erster Hilfe auszubilden, entstand während einer Fortbildung des Kollegiums“, berichtet Heike Kröner, Förderschullehrerin und Hauptstufenleiterin der ALS. Das Thema „Erste Hilfe“ sei bei den Schülern auf riesengroßes Interesse gestoßen, ergänzt sie.

Auch für Gisela Wagner war es das erste Mal, dass sie an der ALS Schüler an das Thema heranführte. Sie war durchweg vom Einsatz der Jungen und Mädchen begeistert: „Die Schüler haben viel gelernt, sind mit Feuer und Flamme dabei, ihre Begeisterung ist toll.“

Fünf Schüler wollen Sanitäterlehrgang machen

Gelernt haben die Schüler zum Beispiel die Nummer des Notrufes oder wie sie in Notfällen Hilfe holen. Zudem übten sie das Anbringen von verschiedenen Verbänden wie Fingerkuppen-, Ellenbogen- oder Kopfverband. Sie lernten die Vorgehensweise bei Verbrennungen, Verbrühungen und Insektenstichen, den Umgang mit der Rettungsdecke, erfuhren, was alles in einem Rettungsrucksack steckt und wie man den Blutdruck oder den Puls misst.

Unter der Anleitung von Heike Kröner vertieften die Schüler das Gelernte am Nachmittag. Höhepunkt der Woche war der Besuch des Rettungswagens. Bevor die Schüler sich selbst einmal auf die Trage legen durften, erklärte Wagner ihnen die Ausstattung. Anschließend durften sie ausprobieren, wie Sauerstoff riecht.

„Das Interesse der Schüler an dem Thema hat uns selbst erstaunt“, gibt Kröner zu. Bei fünf Schülern aus der Gruppe sei es so groß, dass sie der Projektwoche einen Schulsanitäterlehrgang anschließen wollen.

Zum Abschluss erhielt jeder Schüler eine Urkunde, die den „Junior-Helfern“ die erfolgreiche Heranführung an das Thema bescheinigt. Neben dem Erste-Hilfe-Projekt fanden zeitgleich Projekte zu den Themen Dinosaurier, Afrika, Mosaik, Kunst und „Die kleine Raupe Nimmersatt“ statt.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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