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Professionelles Hüten unterhält 1000 Besucher

Kreisleistungshüten Professionelles Hüten unterhält 1000 Besucher

Manfred Damm aus Treisbach und Steffen Schierholz aus Usseln-Hemmighausen waren beim Kreisleistungshüten die Schafhirte mit den meisten Punkten. Sie fahren zum Bezirksausscheidungshüten.

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Manfred Damm aus Treisbach holte beim Kreisleistungshüten die meisten Punkte. Gehütet wurde die Herde von Ewald Feußner. Foto: Klaus Böttcher

Erksdorf. Am Rande des Stadtallendorfer Stadtteils in der Nähe des Hofes Trier war am Sonntag allerhand los. Der Kreisschäferverein und das Landwirtschaftsamt des Kreises als Veranstalter wollten viele Besucher haben, denn sie möchten den Zuschauern die Landschaftspflege mit den Schafen näher bringen. Das war ihnen trotz des teils miserablen Wetters gelungen, denn es kamen über den Tag fast 1000 Besucher.

„Das war trotz des Wetters eine sagenhafte Veranstaltung“, schwärmte Norbert Fett vom Fachbereich ländlicher Raum beim Kreis am Ende der Veranstaltung.

Sechs Schäfer stellten sich mit ihren Hunden der Aufgabe beim Kreisleistungshüten in Erksdorf. Dabei wurde ihre Arbeit und das Verhalten der Hunde nicht nur vom fachkundigen Publikum begutachtet, sondern auch von zwei Wertungsrichtern. Das waren Andrea Gerlach und Ralph Bauer aus Braunfels.

Sie bewerteten das Hüten nach einem Punktesystem, wobei von einem 100-Punktekonto bei jedem Fehler etwas abgezogen wird. Hierbei kommt dem richtigen Verhalten der Hunde eine besondere Bedeutung zu. Gehütet wurde von jedem Teilnehmer die Herde des Erksdorfer Schäfers Ewald Feußner. Sie besteht aus 300 Merino-Landschafen.

Das Hüten auf der Weide will gelernt sein, deshalb ist ein Prüfungsschema festgelegt. So wird neben dem Auspferchen am Anfang und dem Einpferchen am Schluss auch das Verhalten im engen Gehüt und im weiten Gehüt getestet.

Beim engen Gehüt sollen die Schafe auf einem bestimmten Stück grasen. Beim weiten Gehüt muss der Hund ruhig gehen, weil dort „Fleisch erzeugt wird“. Das heißt die Schafe sollen in Ruhe fressen.

Weitere Prüfungspunkte sind das Treiben durch einen Engweg und sicheres Verhalten im Verkehr. Bewertet werden das Verhalten des Haupthundes und des Schäfers. Der Hund darf die Schafe schon mal zwicken, um sich Respekt zu verschaffen. Sein Gehorsam, der Fleiß und die Selbständigkeit werden ebenso bewertet wie die erlaubten Griffe des Schäfers.

Zum zweiten Mal wurde das Hüten für einen Gottesdienst im Zelt unterbrochen, den Pfarrer Michael Fenner hielt. Für die musikalische Begleitung sorgte der Posaunenchor Erksdorf. Der Backhausverein Erksdorf und die Feuerwehr übernahmen die Versorgung der zahlreichen Besucher mit Speisen und Getränken. Am Rande der Veranstaltung gab es Informationen und Vorführungen rund um das Schafhalten und Hüten. Einige Besucher nutzten die Gelegenheit und besichtigten die angrenzende Erksdorfer Biogasanlage.

von Klaus Böttcher

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