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Probleme sind sicht- und riechbar

Sozialausschuss Stadtallendorf Probleme sind sicht- und riechbar

Die Diskussion über die künftigen Eintrittspreise und die Tarifstruktur im Stadtallendorfer Hallenbad ist noch einmal aufgeschoben worden. Derzeit werden „Feinheiten“ abgestimmt.

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Das ist der bereits sanierte Wasch- und Toilettenraum im Hof­wiesenweg. Er soll zum „Maßstab“ werden.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Eigentlich stand das Thema „Tarife“ für das Hallenbad am Dienstagabend erstmals auf der Tagesordnung des Sozialausschusses, bisher ist es nur in nichtöffentlich tagenden Gremien wie Betriebskommission und Magistrat behandelt worden. Fest steht bisher nur, dass es eine Taktung bei den Eintrittspreisen geben wird (die OP berichtete).

Badbesucher werden künftig wählen können, ob sie für zwei oder für vier Stunden oder gleich für einen ganzen Tag das „Alldomare“ nach seiner Sanierung besuchen. Im Vorfeld hatten die Fraktionen die Möglichkeit, ihre eigenen Vorstellungen zum Entwurf der Stadtwerke zu äußern. „Aktuell geht es nur noch um Einzelfragen“, erläuterte Bürgermeister Christian Somogyi gegenüber der OP. Als Beispiel nannte er die Gestaltung von möglichen Ermäßigungen auf die Eintrittspreise. Er rechne damit, dass auch für die Detailfragen ein Konsens bis zur Stadtparlamentssitzung am 17. November gefunden werden kann. Dort soll dann eine Entscheidung fallen. Das Bad soll noch in diesem Jahr zumindest den Probebetrieb aufnehmen. Es ist seit Sommer 2014 geschlossen, mehr als 10 Millionen Euro wird die Stadt am Ende in Modernisierung und energetische Sanierung stecken.

Ein anderes Thema beschäftigte den Fachausschuss live vor Ort. Zu Sitzungsbeginn besichtigten die Ausschussmitglieder die Kindergärten Süd und Hofwiesenweg. Hauptaugenmerk galt dort baulichen Problemen.

80 000 Euro für die Sanierung der Toiletten

Der Kindergarten Süd wird von der katholischen Kirchengemeinde betrieben, das Gebäude in der Chemnitzer Straße ist aber allein Sache der Stadt Stadtallendorf, genauer vom ­Eigenbetrieb Dienstleistungen und Immobilien, kurz DuI. ­Zuletzt hatte die Elterninitiative gegen höhere Kindergartengebühren das Augenmerk auf beide Kindergärten gelenkt, insbesondere auch auf die Sanitäranlagen dort. Der Kindergarten Hofwiesenweg ist dabei ein rein städtischer Kindergarten.

Was die Ausschussmitglieder in beiden Gebäuden sehen und teilweise in einzelnen Wasch- und Toilettenräumen auch riechen konnten, zeigte Handlungsbedarf. Im Kindergarten Süd mit aktuell 75 Kindern gibt es seit Jahren für die Erwachsenen, sprich Erzieherinnen und Erzieher wie auch Besucher, lediglich eine gemeinsame, in die Jahre gekommene Toilette. Auch die Kindertoiletten sind nach Jahrzehnten in kaum mehr ansehnlichem Zustand. Und es gäbe in diesem Gebäude durchaus noch mehr zu tun, um es zeitgemäß herzurichten, wie Leiter Christian Endres auch mit einer kleinen Liste verdeutlichte.

Laut Bürgermeister Somogyi soll es zumindest beim Thema Toiletten Besserung geben. Für deren Sanierung stünden 80000 Euro bereit. „Wir wollen da handeln“, sagte er.

Stadtparlament berät am 17. November zu Gebührenerhöhung

Handeln will die Verwaltung, also konkret DuI, auch im Hofwiesenweg. Dort ist eine Toilette bereits saniert worden (die OP berichtete). Der Unterschied zwischen alt und neu ist augenscheinlich. „Das neuere Bad wird für uns Maßstab werden“, erklärte der Rathauschef beim Rundgang mit den Ausschussmitgliedern. Auch für diese Sanierung steht Geld im Entwurf des noch nicht veröffentlichten Wirtschaftsplans von DuI. Das war aber offenbar schon vor der Kritik der Eltern vorgesehen.

Das Thema Kindergartengebühren wird das Stadtparlament in der Sitzung am 17. November auch noch einmal beschäftigen. Die Bürgerunion Stadtallendorf fordert eine Rücknahme der Erhöhung, eine Aussprache gab es in der Ausschusssitzung aber nicht.

Das Stadtparlament tagt am 17. November ab 19.30 Uhr im Stadtverordneten-Sitzungssaal neben der Stadthalle.

von Michael Rinde

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