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Pro Einsatzstunde gibt es ab sofort sieben Euro

Feuerwehr Pro Einsatzstunde gibt es ab sofort sieben Euro

Der erste Bedarfs- und Entwicklungsplan der Stadtallendorfer Feuerwehren schreibt ab diesem Jahr auch eine höhere Aufwandsentschädigung für die Ehrenamtlichen fest.

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Für die freiwilligen Feuerwehren in Stadtallendorf gibt es seit dem Jahreswechsel verbindlich eine höhere Aufwandsentschädigung, wenn auch nur im Einsatz, nicht bei Übungen. Archivfoto

Stadtallendorf. Etwa 200 ehrenamtliche Feuerwehrleute der Stadtallendorfer Wehren erhalten seit dem 1. Januar eine höhere Aufwandsentschädigung von sieben Euro pro Stunde - bisher waren es 2,56 Euro. Diese vergleichsweise krumme Zahl war ein Ergebnis der Währungsumstellung, zu D-Mark-Zeiten erhielten die Ehrenamtlichen in Stadtallendorf exakt 5 Mark.

Die deutliche Erhöhung war ein Teil des Bedarfs- und Entwicklungsplanes der Feuerwehren, den das Stadtparlament im Herbst verabschiedet hatte (die OP berichtete). Der Stadtverordnete Klaus Ryborsch (CDU) hatte in einer Anfrage an den Magistrat auf Unmut bei Feuerwehrleuten über die bisherige Ungleichbehandlung mit Mitgliedern des freiwilligen Polizeidienstes hingewiesen. Freiwillige Polizeihelfer erhalten die Entschädigung von sieben Euro bereits seit langem. In ihrer Antwort wies die Verwaltung auf die bereits festgelegte Erhöhung hin. Entsprechend mehr Geld steht im Haushaltsentwurf 2013 bereit.

Grundsätzlich erhalten die Feuerwehrleute diese Aufwandsentschädigung nur für Einsatzstunden. Dabei sind Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, den Lohn weiterzuzahlen, wenn ihr Mitarbeiter den Arbeitsplatz für einen Einsatz verlassen muss. „Dieses Geld können sich die Arbeitgeber von der Stadt erstatten lassen“, erläutert Sebastian Bleser, Fachgebietsleiter Öffentlichkeitsarbeit der Stadtallendorfer Feuerwehren. Bei kostenpflichtigen Einsätzen kann sich die Stadt dieses Geld wiederum vom Verursacher zurückholen, etwa beim Autofahrer, dessen Fahrzeug eine Ölspur hinterlassen hat.

Bleser erinnert sich daran, dass es zuletzt im Umfeld des Hessentags Diskussionen unter den Feuerwehrleuten über die bisherige Ungleichbehandlung mit den freiwilligen Polizeihelfern gegeben hatte. „Für uns ist die Erhöhung einer Würdigung der Arbeit, die wir leisten“, freut sich Bleser. Mit sieben Euro liege Stadtallendorf bei der Höhe der Aufwandsentschädigung nunmehr im Durchschnitt.

Allerdings: Für Schulungen, Lehrgänge und Übungen erhalten Feuerwehrleute weiterhin kein Geld. Diese Stunden, die den Großteil ihres Einsatzes für die Allgemeinheit ausmachen, bleiben ehrenamtlicher Einsatz.

von Michael Rinde

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