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Prinz tauscht Königsblau gegen VfL-Rot

Karneval Prinz tauscht Königsblau gegen VfL-Rot

Eine neue kleine Garde, ein neues Tanzpaar und ein neues Prinzenpaar - sie alle feierten während der abwechslungsreichen Karnevalssitzung des VfL Neustadt am Samstag gelungene Premieren.

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Ein zweisprachiges Interview führt Alexander Schmeh (links) mit Rennfahrer Launi (Michael Launer).

Quelle: Florian Lerchbacher

Neustadt. Jaja, die Prinzenpaare... Sie hielten Sitzungspräsident Michael Launer in Atem. Das alte - Prinz Michael (Ebel) und Prinzessin Daniela II. (Korell) - konnte es scheinbar kaum abwarten, auf die Bühne zu kommen und Bürgermeister Thomas Groll den Erlös ihrer Abschiedsveranstaltung, einer Aprés-Ski-Party, für die städtischen Kindergärten zu überreichen. Die mehr als 400 zusammengekommenen Euro seien mehr, als vier Tage Trinitatis-Kirmes einbrächten, verteilte der Prinz einen letzten Seitenhieb.

Streifenwagen in Könisblau

Ebenfalls einen Seitenhieb kassierte dann der FCKK aus der Nachbarstadt: In Birgit Amstätter und Otto Müller betraten zwei Neustädter Unikate als Prinzenpaar die Showbühne - nur um ihrer von Launer sofort wieder verwiesen zu werden: Stadtallendorf liege zehn Kilometer weiter, er können aber gerne ein Taxi bestellen, sagte der Sitzungspräsident, der dann das echte Neustädter Prinzenpaar in den Saal rief: Ilona I. (Lohse) und Volker I. (Keßler) führten sich mit einer gepfefferten Rede auch gleich gut ein: Zunächst widmeten sie sich den Lichtspielen des Bürgermeisters, der einst nachts die Straßenbeleuchtung ausschalten wollte und nun die Lampen auf LED umrüsten lässt. Dann präsentierten sie noch Ansätze für die Aufbesserung der Stadtkasse: Neustadt möge doch von den Schwälmern, die sie durch die geplanten Einbahnstraßen und Sackgassen rund um den Schalkert fangen, Geld kassieren für das Rauslotsen aus dem Labyrinth. Zu guter Letzt nahm sich der Prinz noch selbst aufs Korn und beugt so Tuscheleien hinter seinem Rücken vor: Er sei mit Alkohol am Steuer erwischt worden - daran sei nichts Gutes, außer dass der Streifenwagen eine königsblaue Lackierung habe, erklärte der Schalke-Fan.

Eine neue kleine Garde, ein neues Tanzpaar und ein neues Prinzenpaar – sie alle feierten während der abwechslungsreichen Karnevalssitzung des
VfL Neustadt an Samstag gelungene Premieren (Fotos: Florian Lerchbacher)

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Anschließend feierte die neue kleine Garde, bestehend aus sieben Vierjährigen, eine umjubelte Premiere. Ähnlich erfolgreich war der erste Auftritt des neuen VfL-Tanzpaares: Carolin Kuhn und Malte Bürgermeister scheinen da weitermachen zu wollen, wo Angelo Müller und Ann-Kristin Rinnert aufgehört haben. All die Neuerungen sind wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass der VfL in sein Programm Werbung einstreuen muss. Fragt sich allerdings, ob das von Erhard Wölk präsentierte „Suffmüsli“ aus dem Hause Breitmacher ein Kassenschlager wird. Fakt ist derweil, dass Oliver Haberzettl, der zusammen mit Markus Müller für Jeans warb, als Hausfrau eine erstaunlich gute Figur machte.

Von Rasenmähern und dem Liebesleben

Ein Höhepunkt war zudem ein zweisprachiges Interview, das Alexander Schmeh mit dem erfolgreichen Rennfahrer Launi führte - eigentlich berichtete der Sitzungspräsident dabei nur über seine Arbeit im realen Leben, in dem er für den Bauhof Ferrari fährt. Einen Rasenmäher aus dem Team von „Flavio Groll“. Dem Sexualleben der Neustädter widmete sich Thomas Vietor, über das eigene Liebesleben sprach Wolfgang Baum. Als Mann mit Notdurft trat Klaus Busch in Erscheinung, während Sachsen-Heiko (Börner) diesmal in Sachsen-Carmen (Klipp) eine kongeniale Partnerin an seiner Seite präsentierte und mit ihr Dirty Dancing imitierte.

Die Neustädter Schnapsdrosseln sangen unter anderem eine Ode an das Haus der Begegnung. Ehepaare beim Autofahren zogen Sabine Launer und Tamara Lohse durch den Kakao.

Die Prinzengarde (Thema Marine), die Feuerfunken (AC/DC und Kiss) und die Garde des Frauenvereins (Filmmusik) überzeugten vor allem mit ihren Showtänzen.

  • Porträt des Prinzenpaares folgt.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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