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Premiere wird ein toller Erfolg

Rauschenberg mobilisiert 750 Grenzgänger Premiere wird ein toller Erfolg

Nach Jahren der Vorbereitung war der große Tag für Rauschenberg gestern gekommen: Ein Grenzgang eröffnete die Festlichkeiten anlässlich der seit 750 Jahren bestehenden Stadtrechte.

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Grenzgänger, so weit das Auge reicht. Rund 750 Teilnehmer beteiligten sich gestern am ersten von drei Grenzgängen entlang der Rauschenberger Gemarkungsgrenzen. Das Foto entstand im Wohratal. Fotos: Yanik Schick

Rauschenberg. Der eine oder andere der rund 750 Grenzgänger dürfte Handan Özgüven schon für einen Augenblick beneidet haben. Die Landtagsabgeordnete hatte gerade für den Schnäppchenpreis von 30 Euro die Patenschaft für den ersten Grenzstein ersteigert. Nach dem zuvor schweißtreibenden Anstieg bei Frühsommerwetter im Himmelsberger Wald machte Özgüven nun genüsslich auf ihrem Stein Rast - während der Tross schon wieder weiter zog auf seiner insgesamt neun Kilometer langen Strecke.

Immer an der Spitze: Axel Ruckert, der Leiter des ersten Grenzgangs, der gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft in den vergangenen Jahren für die Aufbereitung der verschiedenen Wege gesorgt hatte. „Einfach nur klasse“, sagte er angesichts des hohen Zuspruchs. Der große Aufwand habe sich gelohnt. „In den letzten vier Wochen war es schon noch mal ein bisschen stressig. Da waren wir fast täglich mit dem Freischneider unterwegs.“

Schon am frühen Morgen war der Posaunenchor Schwabendorf an der Spitze der Grenzgänger vom Marktplatz durch die Stadt bis zum Rewe-Parkplatz gezogen. Von dort aus machten sich die Grenzgänger auf den Weg über den Radweg Richtung Kirchhain und vorbei an der Hardtmühle fast bis zum ehemaligen Standpunkt der Badenhäuser Mühle, wo die Kirchhainer Bürgergarde die Rauschenberger mit einigen Salutschüssen begrüßte.

Durch den Wald ging es zunächst zum Frühstücksplatz nach Himmelsberg, von dort in die Schlucht der Feldgemarkung Ebersbach und schließlich steil hinauf zum Hirschgrund. An dessen Eingang betraten die Rauschenberger die Grenze zu Stausebach, am Ausgang die zu Sindersfeld. „Es ist schon eine wahnsinnige Erleichterung, wenn man sieht, dass sich die viele Arbeit gelohnt hat“, sagte Andreas Pigulla vom Vorstand des Festausschusses. Auf der Lichtung „Alten Feld“ spielten der Musikverein Rauschenberg sowie die Band „Rauläbsch“ zum musikalischen Abschluss.

In der Festwoche, in der bis zum kommenden Montag verschiedenste Veranstaltungen geplant sind (die OP berichtete), wird es noch zwei weitere Grenzgänge am Mittwoch und am Samstag geben. Dann sollen auch die Grenzen zu Schwabendorf, Wolfskaute, Halsdorf und Ernsthausen abgegangen werden, berichtet Pigulla. „Rauschenberg ist darauf vorbereitet, in dieser Woche viele Gäste zu empfangen“, versicherte Bürgermeister Michael Emmerich.

von Yanik Schick

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