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Prälat kehrt in Heimat zurück

Eisernes Priesterjubiläum Prälat kehrt in Heimat zurück

Heute feiert Domkapitular i. R. Prälat Josef Mönninger ein seltenes Jubiläum: Der 94-Jährige ist seit 65 Jahren Pfarrer. Seine Heimatgemeinde ist die St.-Antonius-der-Einsiedler-Gemeinde Rüdigheim.

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Vor zwei Jahren predigte Domkapitular i.R. Josef Mönninger (Mitte) vor 350 Gläubigen in der Lindaukapelle.

Quelle: Karin Waldhüter

Rüdigheim. Josef Mönninger war 1949 von Bischof Dr. Johannes Baptist Dietz im Fuldaer Dom zum Priester geweiht worden. Der frühere Leiter des Seelsorgeamtes der Diözese Fulda und langjährige Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes hat sich insbesondere um die Gemeindekatechese und die Förderung der Laien im Pastoralen Dienst verdient gemacht.

Der Jubilar feiert heute um 9 Uhr die Heilige Messe in der Severikirche in Fulda. Am Sonntag ist um 10 Uhr ein Festgottesdienst in seiner Heimatgemeinde St. Antonius d. Einsiedler in Amöneburg-Rüdigheim mit anschließendem Mittagessen. Zudem wird Bischof Heinz Josef Algermissen wird mit Prälat Mönninger am Samstag, 2. August, um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Pius in Fulda einen Festgottesdienst feiern.

Dem Jubilar war es von jeher wichtig, sich für das Reich Gottes einzusetzen und vertrauensvoll auf Gott zu bauen. „Ich bin ein einfacher Arbeiter für das Reich Gottes“, betont er. An seinen vielen Wirkungsorten als Seelsorger hat er gelernt, Menschen zur Mitarbeit anzuregen: „Ein Priester muss im Volk stehen und nicht über ihm“.

In den sechs Jahrzehnten seines pastoralen Wirkens nahm Mönninger wichtige Aufgaben wahr: als Kolping-Diözesanpräses und Diözesanjugendseelsorger, als Kasseler Gemeindepfarrer und Regionaldechant, von 1977 an als Ordinariatsrat und Abteilungsleiter im Bischöflichen Generalvikariat, als Domkapitular und Mitglied zahlreicher Kommissionen und Räte sowie als Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes.

„Päpstlicher Ehrenprälat“

Dabei hat er sich große Verdienste um die seelsorgliche und soziale Arbeit im Bistum erworben. Sie fanden 1973 in der Ernennung zum „Päpstlichen Kaplan“ (Monsignore) und 1980 zum „Päpstlichen Ehrenprälaten“ ihre äußere Anerkennung.

Geboren am 2. Dezember 1919 in Rüdigheim, besuchte Mönninger die Bischöfliche Lateinschule in Amöneburg und wechselte dann an das Konvikt in Fulda. Nach dem Abitur 1938 in Fulda wurde er zunächst zum Arbeitsdienst und bei Kriegsausbruch sogleich zum Wehrdienst einberufen. Bei Kriegsende war er Artillerieoffizier im Osten. Erst 1946 konnte er sein Studium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Fulda fortsetzen. Auf die Priesterweihe folgten 1949 Kaplansjahre in Fulda in St. Sturmius und der Stadtpfarrei.

Nach verschiedenen Stationen seiner Laufbahn als Priester wurde Mönninger Ende 1989 von der Leitung des Seelsorgeamtes entpflichtet. Er blieb er bis 1995 weiter Vorsitzender des Caritasverbandes der Diözese. Im Juni 2004 wurde Prälat Mönninger bei einem Besuch in England aus Anlass des 1250. Jahrestages des Martyriums des heiligen Bonifatius vom damaligen Bischof von Plymouth, Christopher Budd, zum Ehrendomkapitular des Kapitels der Kathedralkirche zu Plymouth ernannt.

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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