Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Post verlässt Rauschenberger Innenstadt

Postprivatisierung Post verlässt Rauschenberger Innenstadt

Was am 4. Januar mit einer formlosen Gewerbeabmeldung begann, wächst sich für die Stadt Rauschenberg zu einem richtigem Ärgernis aus.

Voriger Artikel
Autobahngegner verlangt Baustopp
Nächster Artikel
Feuerwehr holt Mann von einem Baum

Noch befindet sich die Rauschenberger Post-Agentur im Herzen der Innenstadt, nur einen knappen Steinwurf vom historischen Rathaus entfernt.

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Die Post-Agentur in der Kernstadt verlagert ab Ende Februar ihren Standort vom Stadtzentrum an den Stadtrand. Schon in wenigen Wochen werden die Postkunden im Seniorenheim Haus Rauschenberg bedient, das sich auf geriatrische Pflege spezialisiert hat.

Rauschenbergs Bürgermeister Manfred Barth (SPD) bringt diese Entwicklung auf die Palme, und dies aus zwei Gründen. Zum Einen, weil die Stadt vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. „Es ist ein dicker Hund, dass wir in die Entscheidungsfindung in dieser Frage nicht eingebunden wurden“, ärgert sich Barth im Gespräch mit dieser Zeitung.

Zum anderen hält er den neuen Standort der Post-Agentur für völlig ungeeignet: „Eine noch schlechtere Lösung hätte die Post nicht finden können“, grantelt der Bürgermeister.

Barth begründet seine Haltung mit der Lage des Pflegezentrums, das für Fußgänger wie für Autofahrer schlecht erreichbar sei. Nach seiner Einschätzung dürften die Fußgänger den relativ weiten Weg aus der Innenstadt an den Stadtrand scheuen. Für Autofahrer gebe es in der engen Anwohnerstraße nur wenige Parkplätze.

Nach dem großen Sterben der Postämter im Zuge der Postprivatisierung hatte die Post-Agentur eine Odyssee durch verschiedene Rauschenberger Ladenlokale angetreten. Zwischenzeitlich sei sogar einmal das Rathaus als Standort für die Agentur in Erwägung gezogen worden, erinnert sich Barth.

Der jetzige Standort in einem ehemaligen Zeitschriftenladen ist ideal. In Sichtweite des schmucklosen, aber zweckmäßigen Ladenlokals finden Postkunden mehrere für den täglichen Bedarf wichtige Einrichtungen. Und angenommen wird der Standort auch. Während der OP-Visite kamen binnen zwei Minuten vier Kunden, um Briefmarken zu kaufen, oder um ihr Postfach zu leeren.

Auf letztgenannten Service werden die Kunden übrigens in der neuen Post-Agentur verzichten müssen. Der Stadt Rauschenberg wurde das Postfach bereits gekündigt.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr