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Politik ist seit der Kindheit ein Thema

Bürgermeisterwahl Amöneburg Politik ist seit der Kindheit ein Thema

In Jan-Gernot Wicherts Familie gab es bereits einen Bürgermeister: Vor drei Generationen war ein Vorfahre Stadtoberhaupt von Hergenrath, das inzwischen zu Belgien gehört.

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Mardorf. Jan-Gernot Wichert beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Politik. Die Großmutter, die das Dritte Reich miterleben musste, habe die Demokratie immer als lebens- und unterstützenswert bezeichnet, erinnert sich der 39-Jährige. Entsprechend sei Politik immer ein Thema in seiner Familie gewesen. Schon mit 14 Jahren war für ihn klar, dass er in die Junge Union eintreten will – kurz zuvor hatte er während des Bundestagswahlkampfes Helmut Kohl live erlebt. Als Vorbild will er den langjährigen Kanzler aber nicht bezeichnen: „Ich bewundere ihn für seine Leistung um die deutsche Einheit und seine Standfestigkeit – aber es gibt genauso Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann“, betont Wichert und nennt als Beispiel die Spendenaffäre.

Ein Idol, dem er nacheifere, gibt es nicht. Allerdings gibt es einen Mann, den er als politischer Ziehvater bezeichnet: Als Wichert mit einigen Gleichgesinnten Ende der 1980er Jahre den Ortsverband der Jungen Union Bad Driburg wiederbelebte, nahm sich CDU-Mitglied Franz-Josef Thiele des jungen Mannes an, führte ihn zum Beispiel ins Haushaltsrecht ein und „öffnete Türen“. Er sei es unter anderem auch gewesen, der den politischen Nachwuchs animierte „zu fordern und unbequem zu sein“ und sich nicht davon abhalten zu lassen, Kritik zu äußern, auch wenn die Politik in Bad Driburg stark CDU-geprägt war.

Schon bald trat Wichert in die CDU ein und übernahm die Posten des Kreisvorsitzenden der Jungen Union in Höxter und des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden in Ostwestfalen-Lippe. Während einer Bezirksversammlung lernte er Mitte der 1990er Jahre seine Frau Astrid kennen, mit der er inzwischen vier Kinder hat – damals habe er ein dreiviertel Jahr gebraucht, um ihr Interesse an ihm zu wecken, erinnert er sich.

von Florian Lerchbacher

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