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Plastikelemente halten nicht stand

Verkehrsführung Plastikelemente halten nicht stand

Die Kunststoffelemente, die die Fahrbahn an der Kreisstraße 92 teilten, sind bereits nicht mehr wieder aufgestellt worden. An der Einmündung Warthestraße gibt es kurzfristig erneut eine Änderung.

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Das Rechtsabbiegen wird bei der Neuregelung Ende Februar verboten. Dann ist die Warthestraße eine Einbahnstraße.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Sie sind verschwunden und kommen auch nicht mehr zurück, die massiven Plastikelemente, die die Fahrbahn an der Einmündung Warthestraße entlang der durchgezogenen Linie teilten - vor allem, um damit verbotenes Linksabbiegen zu verhindern.

Diese Verkehrsführung war das Ergebnis einer Zählung, die wiederum auf einen gerichtlichen Vergleich mit Anliegern der Warthestraße zurückging (die OP berichtete mehrfach). Es hatte sich nämlich gezeigt, dass die Warthestraße im Laufe der Zeit die Funktion einer Hauptzu- und -abfahrt in das DAG-Gebiet übernommen hatte.

Das Ergebnis von Verkehrsversuchen und Zählungen war seit Herbst 2014 jene Fahrbahnteilung, die das Linksabbbiegen von der Warthestraße auf die Kreisstraße 92, aber auch von dort in die Anliegerstraße verhindern sollte.

Pralstikteile mehrfach "abrasiert"

Aber: Die massiven Plastikelemente wurden in den vergangenen Monaten mehrfach „abrasiert“, sprich, sie flogen teilweise quer über die Fahrbahn oder waren nur noch teilweise vorhanden. Die Polizei leitete mehrfach Ermittlungen wegen Unfallflucht ein, weil sich die Verursacher immer wieder aus dem Staub machten, ohne sich um den von ihnen angerichteten Schaden zu kümmern.

Wobei eigentlich klar sein dürfte, dass an den jeweiligen Fahrzeugen auch Schäden entstanden sein dürften. Anlieger beschwerten sich ihrerseits, dass die beschädigten Plastikteile auch mal auf den Gehwegen landeten. „Bei uns hat sich wegen Schäden nie jemand gemeldet“, erläutert Hubertus Müller, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung, gegenüber dieser Zeitung.

Nach einem Ortstermin mit allen zu beteiligenden Behörden (Polizei, Straßenverkehrsbehörde des Landkreises und Hessen Mobil) steht fest, dass die Verkehrsführung abermals angepasst wird, nachdem sich die Fahrbahnteilung als „Reinfall“ erwies. Voraussichtlich Ende Februar wird die Warthestraße Einbahnstraße. Bewohner des DAG-Gebiets können über sie auf die Kreisstraße gelangen und dann auch wieder in beide Richtungen abbiegen.

Fahrbahnelemente versperren Abbiegespur

Aber: Die jetzige Rechtsabbiegespur wird dichtgemacht. Da die Erfahrung gezeigt hat, dass Verbotsschilder nicht ausreichen, will die Stadt die Rechtsabbiegespur mit Plastikelementen versperren, in der Hoffnung, dass dies ausreicht.

Da die Beschilderung verändert werden muss, wird es bis zur Umsetzung der neuen Verkehrsführung noch einige Tage dauern.

Auch an der durchgezogenen Linie muss es auf der Fahrbahnseite der Einmündung noch eine Anpassung geben. Dort muss eine zweite, gestrichelte Linie ergänzt werden, um das Abbiegen verkehrsrechtlich endgültig zu legitimieren. „Das wird witterungsbedingt noch etwas dauern“, sagt Müller.

Das Thema Verkehrsführung und Verkehrsbelastung Warthestraße beschäftigt die Stadt und die beteiligten Behörden seit dem Jahr 2011. Seinerzeit kam es zu verschiedenen Unterschriftenaktionen bis hin zur erwähnten Klage vor dem Verwaltungsgericht.

Bürgermeister Christian Somogyi verweist auf den bindenden geschlossenen Vergleich, dem jetzt weiterhin Genüge getan werde. Seinerzeit hatten sich die Beteiligten darauf geeinigt, dass die Stadt in jedem Falle eine Verringerung der Verkehrsbelastung herbeiführen muss. Wie das zu passieren hat, ließ der Vergleich dabei aber offen. „Ich hoffe, wir haben jetzt eine abschließende Lösung gewählt“, sagte Somogyi auf Anfrage der OP.

von Michael Rinde

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