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Physik von Schülern für Schüler

Neuerung Physik von Schülern für Schüler

Beim Feiern etwas über Physik lernen? In einer Grundschule? Dass dies möglich ist und nicht nur spannend sondern auch unterhaltsam sein kann, zeigte sich beim Fest der St.-Martin-Grundschule.

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Patrick Diehl betreute die Station „Papierflieger-Wettbewerb“.Foto: Manfred Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Mardorf. Ein halbes Jahr lang gab es die „AG Planen, Bauen, Konstruieren“. Die Viertklässler bauten Türme, Segelautos und schließlich eine Murmelbahn – die sie den Erstklässlern schenkten, deren Paten sie sind.

Zum Abschluss ihrer Projekte berichteten sie den Mitschülern von ihrer Arbeit. Dafür nutzten sie das Schulfest, bei dem die Mardorfer erstmals mit der Amöneburger Stiftsschule St. Johann kooperierten. Der von Peter Mörsdorf geleitete Physik-Vorleistungskurs hatte extra für die Feier an der Grundschule zehn Stationen mit Experimenten vorbereitet, je fünf zu den Themen Schwimmen und Fliegen. Dafür hatten sich zehn Schüler und eine Schülerin überlegen müssen, wie sie den Grundschülern die Erklärungen altersgerecht vermitteln könnten. Im Vordergrund stand dabei, die Jungen und Mädchen möglichst selbst auf die Lösung für ein naturwissenschaftliches Phänomen kommen zu lassen.

Zum Teil ging es praxisorientiert zu, beispielsweise beim Papierflieger-Wettbewerb, dem Nachbau von Flugzeugtragflächen oder Modellen von Pusteblumen-Samen, dem Beladen kleiner Schiffe bis zum Untergang oder dem Bau von Booten aus Knetmasse.

Zum Teil galt es aber auch, erst hinter den Trick zu kommen und dann noch zu erklären, wie es funktioniert. Wieso schwimmt ein Ei einmal im Wasser, das andere Mal geht es unter? Die Lösung, im wahrsten Sinne des Wortes: im Wasser aufgelöstes Salz erhöht dessen Dichte – der gleiche Grund, weshalb es sich im Meer etwas leichter schwimmen lässt als in Süßwasser.

„Wir haben gar nicht damit gerechnet, dass alle sämtliche Experimente schaffen würden“, sagte Schulleiterin Elisabeth Schäfer. Doch die Grundschüler hatten Ehrgeiz gezeigt und erst gegen Ende der dafür angesetzten drei Stunden Ermüdungserscheinungen gezeigt. Immerhin hatten die St.-Martin-Schüler am Vormittag schon eine Wanderung hinter sich gebracht.

Am Ende war es eine lehrreiche und unterhaltsame Erfahrung für beide Seiten, entsprechend dem Motto „Voneinander lernen“.

von Manfred Schubert

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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