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Pfarrerin setzt auf "gutes Miteinander"

Rauschenberg Pfarrerin setzt auf "gutes Miteinander"

Für die junge Pfarrerin Kathrin Wittich ist es die erste Pfarrstelle, die sie nach ihrer Ordination durch Bischof Martin Hein antritt.

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Die Augen der Gottesdienstbesucher richteten sich auf Pfarrerin Kathrin Wittich. Ihre Vorstellung übernahm der stellvertretende Dekan Wilhelm Hammann.Foto: Karin Waldhüter

Rauschenberg. Mit einem festlichen Gottesdienst und einem anschließenden Empfang ist Pfarrerin Kathrin Wittich in der Kirchengemeinde Rauschenberg-Ernsthausen herzlich aufgenommen worden.

Damit endet nach dem Weggang von Pfarrer Dr. Gernot Schulze-Wegener, für die Kirchengemeinde Rauschenberg-Ernsthausen eine nur zwei Monate dauernde Vakanz. Pfarrer Dierk Brüning war in Rauschenberg „eingesprungen“, Pfarrerin Anja Fülling in Ernsthausen.

Nach dem Studium in Marburg, dem Vikariat in Melsungen und der Ordination durch Bischof Martin Hein eine Woche zuvor, tritt Kathrin Wittich nun in der rund 1800 Mitglieder zählenden Kirchengemeinde Rauschenberg-Ernsthausen ihre erste Pfarrstelle an. Da das Pfarrhaus voraussichtlich erst Anfang nächsten Jahres bezugsfertig sein wird, hat die aus Homberg/Efze stammende alleinstehende 29-Jährige Pfarrerin zunächst privat in Rauschenberg eine Unterkunft gefunden.

Zu Beginn des Gottesdienstes begleiteten feierliche Klänge des Posaunenchors Rauschenberg Pfarrerin Kathrin Wittich beim Einzug in die voll besetzte Stadtkirche. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Dekan Wilhelm Hammann und dem gesamten Kirchenvorstand beschritt sie zum ersten Mal den Weg zum Altar. Musikalisch bereicherten neben dem Posaunenchor, Organist Jan Heinmöller, der Gemischte Chor Ernsthausen und der Kirchen- und Frauenchor Rauschenberg den Gottesdienst. Die Vorstellung von Pfarrerin Kathrin Wittich übernahm der stellvertretende Dekan Wilhelm Hammann. „Durch die Ordination ist sie berufen, zu predigen, zu taufen, das Abendmahl auszuteilen und in Gottesdienst, Unterricht und Seelsorge am Aufbau der Gemeinde mitzuwirken“, so der Dekan. Wittich ist damit noch nicht Inhaberin der Pfarrstelle, kann sich aber nach der zweijährigen „Probezeit“ dafür bewerben und gewählt werden. Lächelnd trat Wittich für ihre Predigt an das Mikrofon. „Wann haben sie sich eigentlich das letzte Mal so richtig frei gefühlt“, fragte sie die Gottesdienstbesucher und ging auf die Bedeutung der Freiheit ein.

Viel Arbeit für die neue Pfarrerin

Bei Gott könne man die Freiheit finden, die einen nicht stocken lasse und in der man keine Angst haben müsse ins Bodenlose zu fallen, sagte sie. „Bei Gott ist grenzenlose Freiheit“, so Wittich. Zeit die neue Pfarrerin mit persönlichen Worten willkommen zu heißen fanden die Gläubigen nach dem Gottesdienst und dem anschließenden Empfang in der Kindertagesstätte Mäuseburg. „Wir freuen uns alle sehr, dass wir nach gerade einmal zwei Monaten, Kathrin Wittich als neue Pfarrerin begrüßen dürfen“, erklärte Helmut Klingelhöfer im Namen des gesamten Kirchenvorstandes. Nicht wenig Arbeit komme auf die neue Pfarrerin zu, denn die Kirchengemeinde mit den ehemals selbstständigen Kirchengemeinden Rauschenberg und Ernsthausen und einer Kindertagesstätte mit fünf Gruppen sei groß.

„Ich bin mir aber sicher, dass wir gemeinsam, sie und die beiden Kirchenvorstände in Rauschenberg wie in Ernsthausen, die Leitung der Gemeinde und die damit verbunden Arbeit meistern werden“, sagte Klingelhöfer, der allen Lektoren, Prädikanten und Pfarrern für die Unterstützung während der Vakanz dankte.

Viele gute Wünschezum Start in das Amt

Insbesondere Pfarrer Brüning würdigte er für den geschäftsführenden Vorsitz im Kirchenvorstand. Beate Dönges, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands Ernsthausen überreichte anschließend Blumen und ein Präsent. Die Liste der Grußworte beim Empfang war lang: Unter anderem sprachen Rauschenbergs Erste Stadträtin Ute Badenhausen-Klös, Rauschenbergs künftiger Bürgermeister Michael Emmerich, Ursula Neebe, für den Kindergottesdienst, Ilona Gerbitz-Mess, als Leiterin der Kindertagesstätte im Namen von 106 Kindern und Mitarbeiterinnen, Eva Klingelhöfer vom Kirchenvorstand, Ortsvorsteher Bernd Müller aus Ernsthausen, und Reinhold Gamb vom Förderverein Evangelische Stadtkirche. Pfarrer Dierk Brüning gratulierte der Gemeinde zu der neuen Pfarrerin.

„Ich freue mich gemeinsam den Weg mit Ihnen zu gestalten“, sagte Kathrin Wittich. Sie wünsche sich ein gutes Miteinander, Begegnungen auf Augenhöhe und dass der gemeinsame Weg ein fruchtbarer sein werde.

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