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Peter Stier hinterlässt große Fußstapfen

Schulleiter-Abschied Peter Stier hinterlässt große Fußstapfen

Viele gute Wünsche der Lehrerkollegen und Bekenntnisse von Schülern, dass sie ihn ins Herz geschlossen haben hörte Peter Stier bei seiner Verabschiedung als Leiter der Landgräfin-Elisabeth-Schule (LES).

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Peter Stier dankte bei seiner Verabschiedung den Schülern der Klasse H8/H9 mit Applaus für ihren gelungenen Auftritt.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Mit Peter Stier wurde ein äußerst kompetenter und sehr beliebter Schulleiter verabschiedet, das wurde während der feierlichen Verabschiedung in der Turnhalle der Schule deutlich. „Herr Stier mach‘s gut“ wünschen auf einem bunten Plakat die Schüler der Landgräfin-Elisabeth-Schule. Porträts des Schulleiters schmückten in vielfacher Ausführung die kleine Bühne. Von seinen 64 Lebensjahren wirkte Peter Stier 28 Jahre an der Landgräfin-Elisabeth-Schule, davon 22 Jahre als Schulleiter.

Viele Klassen hatten sich für diesen Tag etwas ganz besonderes ausgedacht, um Peter Stier feierlich in den Ruhestand zu verabschieden und zahlreiche Gäste waren dazu in die Turnhalle gekommen. Darunter waren seine Familie, Schulleiterkollegen aus dem Schulverbund, ehemalige Kollegen und Wegbegleiter, Elternvertreter und Vertreter des Schulelternbeirats, des Kollegiums, vom Kreisausschuss, dem staatlichen Schulamt und natürlich die rund 85 Schüler der LES.

Sie standen während des ersten Teils der Verabschiedung im Mittelpunkt und präsentierten auf der Schulbühne Tänze, Lieder oder zeigten, wie zum Beispiel die Zirkus-AG, Szenen aus „Herrn Stiers Rentnerleben“ oder hatten für ihren „Ehrengast“ bekannte Lieder umgetextet. Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi betonte in seiner Ansprache: „Für mich sind sie eine Persönlichkeit die die Schule mitgeprägt hat“. Er habe ihn als einen Menschen kennengelernt, der sehr moderat aber auch sehr beharrlich seine Ziele in den Gremien verfolgt habe. Die Schule will Peter Stier nun erst einmal außen vor lassen. Er will den Ruhestand mit seiner Familie genießen. „Das Handy bleibt aber angeschaltet“, erklärte Stier im Gespräch. Jetzt wolle er sich handwerklichen Arbeiten zuwenden und viel Zeit mit seiner Enkeltochter verbringen, berichtet der Marburger. Die Stelle des Schulleiters ist noch vakant. Bis ein Nachfolger gefunden wird übernimmt Konrektor Rüdiger Mohr die Aufgaben.

Mit Geschenken verabschiedete sich Stier an der Turnhallentür von seinen Schülern. Während des anschließenden offiziellen Teils überreichte das Lehrerkollegium das ausgediente Schultor, das Stier jahrelang auf seinem Weg in die Schule begleitet hatte. Zahlreiche gute Wünsche hatten die Lehrerkollegen formuliert und an das Tor geheftet. „Er hat große Fußstapfen hinterlassen und war prägend für die Schule“, betonte Konrektor Rüdiger Mohr. Stier sei immer fest in seinen Meinungen gewesen und habe diese immer gut vertreten. „Er hat immer für Offenheit und Transparenz gesorgt und hat uns Kollegen immer mit auf den Weg genommen“, sagte Mohr. „Ein kompetenter und sehr beliebter Schulleiter geht in den Ruhestand“, betonte Jutta Wagner vom Staatlichen Schulamt Marburg. 18 Jahre arbeitete sie mit Stier zusammen. Sie denke an seine gute Laune, seine Musikalität, sie denke aber auch an seine kritische Haltung bei den letzten Veränderungen im bildungspolitischen Bereich. „Du hast sie offen als ungünstig für die Schülerschaft analysiert, hast an der richtigen Stelle Forderungen gestellt, zum Beispiel im Rahmen der Schulverbandsarbeit“, so Wagner. Mit dem Lied „Es ist vorbei“, vorgetragen durch den Lehrerchor ging die Verabschiedung zu Ende.

von Karin Waldhüter

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