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Personaldecke für das Freibad ist dünn

Keine hauptamtliche Badeaufsicht Personaldecke für das Freibad ist dünn

Am kommenden Montag treffen sich die Rauschenberger Stadtverordneten um 20 Uhr im Ernsthäuser Storchennest zu ihrer ersten Sitzung des Jahres. Sie beraten unter anderem über die Erhöhung der Schwimmbad-Gebühren.

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Beim Abbaden am 10. September vergangenen Jahres ziehen einige Frühschwimmer im Rauschenberger Freibad ihre Bahnen.

Quelle: Archivfoto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Die geplanten Erhöhungen fallen moderat aus. Auch wenn das Parlament dem Beschlussvorschlag des Magistrats folgen sollte, wird der Badespaß im Rauschenberger Freibad günstiger bleiben als in den Freibädern von Kirchhain, Neustadt, Sinntal, Ortenberg und Linden, wie eine Aufstellung zeigt.

Personalengpass schwerwiegender als Geldnot

Fünf Jahre nach der letzten Gebührenerhöhung sollte ein leicht angehobener Obolus vom Schwimmbad-Publikum akzeptiert werden. Viel größer ist das Personalproblem rund um das Freibad.

Über viele Jahre hinweg betreuten zwei Bauhofmitarbeiter während der Saison das Freibad in Vollzeit. Das galt für die Schwimmbad-Technik ebenso wie für die Badeaufsicht. Aus gesundheitlichen Gründen musste zunächst ein Mitarbeiter passen. Für die Saison 2015 fällt nun auch der zweite Mitarbeiter krankheitsbedingt aus. Dafür kann dessen Kollege für die Schwimmbad-Technik in diesem Jahr wieder einspringen - aber nicht für die Badeaufsicht, wie Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) auf OP-Anfrage berichtete.

Das bedeutet: Der Betrieb des Freibades in der Saison 2015 ist weitestgehend vom Engagement der Familie von Alt-Bürgermeister Manfred Barth abhängig.

Kiosk reaktiviert und ein weiterer Bademeister in Sicht

Sowohl Manfred Barth als auch dessen Ehefrau Sabine und Sohn Marlon besitzen den Rettungsschwimmpass in Silber, der Voraussetzung für das Ausüben der Badeaufsicht ist. Die drei Barths haben die Aufsichts bereits in der vergangenen Saison gewährleistet und sich gleichzeitig erfolgreich um die Reaktivierung des Kiosks gekümmert.

Die Zusage der Familie Barth liege auch für dieses Jahr vor, erklärte Michael Emmerich. Zudem habe sich ein junger Mann gemeldet, der bislang nur den Schwimmpass in Bronze besitze, im Frühjahr aber die Prüfung für den notwendigen Befähigungsnachweis machen wolle. Demnächst finde eine Besprechung statt, bei der geklärt werden solle, welche Öffnungszeiten mit diesem Helferteam möglich sind, kündigte der Bürgermeister an.

Bad geht ans Netz

Zugleich versprach er, dass das Bad in der kommenden Saison noch attraktiver sein werde. „Das von den Jugendlichen gewünschte WLAN-Netz wird nach der rechtlichen Prüfung wohl kommen.“ Zudem erlaubten Mäzene die Anschaffung eines Sonnensegels und zusätzlicher Wasserspielgeräte.

Auf den Weg bringen will der Bürgermeister noch in diesem Jahr die Übertragung der Freibad-Trägerschaft an einen zu gründenden Förderverein. Diese Konstruktion hat einen entscheidenden Vorteil: Fördervereine bekommen für Sanierungsarbeiten erhebliche Zuschüsse vom Land - Kommunen gehen dagegen leer aus. Das Schwimmbad ist zwar noch in einem guten Zustand, aber die Folie im Hauptbecken und Teile der Technik sind alt. Im laufenden Jahr werde es aber noch nicht zu einem Trägerwechsel kommen, sagte Emmerich.

von Matthias Mayer

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