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Parksituation hat sich „verdichtet“

Konzept in Arbeit Parksituation hat sich „verdichtet“

Es gibt Anzeichen dafür, dass die neuen Intercity-Anbindungen Stadtallendorfs genutzt werden. Die Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof ist gut belegt. Unabhängig davon wird in der Stadtmitte der Parkplatzbedarf höher.

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Ein Auto fährt auf die Park-and-Ride-Anlage am Stadtallendorfer Bahnhof.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Freitagmittag gegen 12 Uhr, letzter Tag der Weihnachtsferien in Hessen. Auf einem Großteil der Parkplätze der Park-and-Ride-Anlage am Stadtallendorfer Bahnhof stehen Fahrzeuge.

Seit der Einführung der zusätzlichen Intercityhalte in Stadtallendorf Mitte Dezember seien die Plätze für Dauerparker, die mit dem Zug unterwegs sind, morgens oft schon komplett belegt, berichten Anlieger der OP. Das hat auch die Verwaltung registriert, wie Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) auf Nachfrage bestätigt. Es sei aber noch viel zu früh, daraus schon auf eine ­hohe Akzeptanz der neuen ­Fernzugverbindungen zu schließen.

Und dennoch: Das Thema Parken ist in Stadtallendorf schon länger wieder auf der Agenda. Zum einen gibt es den Auftrag des Stadtparlaments, angestoßen von der CDU-Fraktion, die Parksituation am Bahnhof zu untersuchen und gegebenenfalls zu verbessern. Zum anderen gibt es die ersten Anzeichen dafür, dass es außerhalb der Ferienzeit nicht mehr so einfach in Stadtallendorf ist, einen freien Parkplatz zu finden. Wobei die Stadt bisher auf Parkgebühren ganz verzichtet.

Festplatz ist Alternative

Allerdings gilt eine weitgehende Parkscheibenpflicht, maximal zwei Stunden Parken sind zum Beispiel an der Parkplatzanlage Teichwiesenstraße erlaubt. Und auch bei Privatparkplätzen, wie am neuen Edeka-Einkaufsmarkt, ist die Parkzeit begrenzt. Mit der Hallenbad-Eröffnung, voraussichtlich Ende Februar, kommt es zu einem Novum. Dann richtet die Stadt zwölf gebührenpflichtige Parkplätze ein, speziell gedacht für Hallenbadbesucher, die länger schwimmen wollen als zwei Stunden. Somogyis Fazit zur Parkplatzsituation in der Stadtmitte: „Es ist eine Verdichtung eingetreten“.

Die Verwaltung arbeite in diesen Wochen und Monaten an einem Konzept rund um das Thema Parksituation. Im Laufe des ersten Quartals soll es vorliegen. Alles werde in Abstimmung mit dem Einzelhandel geschehen, betont der Verwaltungschef.

Dessen Präferenz war es in der Vergangenheit naheliegenderweise, kostenfreie Parkplätze für Kunden bereitstellen zu können. „Kurzzeitparker werden auch weiterhin Vorrang haben“, betont Somogyi. Gleichzeitig muss es aber auch Lösungen für Anwohner der Stadtmitte und Mitarbeiter von Unternehmen geben. Eine Option ist der als Parkplatz freigegebene Festplatz in Nachbarschaft zu Park und Stadion.

Insgesamt hat Stadtallendorf mit der Edeka-Eröffnung sogar Parkplätze hinzugewonnen. Die Zahl ist von 204 auf 230 in Stadtmitte gestiegen. Für „Dauerparker“ prüft die Stadt derzeit laut Somogyi noch eine andere Option, zumindest tagsüber. Möglicherweise werde das Parkhaus Stadthalle tagsüber geöffnet, wenn es technisch machbar sei, sagt Somogyi. Ob es dabei Parkplatzvermietungen geben wird, ist aber noch offen.

von Michael Rinde

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