Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° Regen

Navigation:
Parkautomaten werden nicht zugeklebt

Politik Parkautomaten werden nicht zugeklebt

Seit Donnerstag, 8. Mai, ist die Kirchhainer Untergasse voll gesperrt. Das vielfach befürchtete Verkehrschaos ist nach Einschätzung von Kirchhains Bauamtsleiter Volker Dornseif ausgeblieben.

Kirchhain. Dornseif unterrichtete am Montagabend die Mitglieder des Kirchhainer Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr über den Stand der Dinge. Im Zuge der Sanierung der Straßen Untergasse und Am Amöneburger Tor lässt die Stadt derzeit die Wasser-Hausanschlüsse in der Untergasse erneuern. Für diese kleinteiligen Arbeiten sind fünf Wochen Bauzeit veranschlagt. Die zeitliche Aufspaltung der Bauarbeiten folgt auf Wunsch des Kirchhainer Einzelhandels, der durch eine mehrmonatige Vollsperrung des südlichen Stadteingangs eine existenzbedrohende Situation für einzelne Betriebe sieht (die OP berichtete mehrfach).

Die Vollsperrung wird durch die Einrichtung einer Umleitung durch die schmale Anlieger-Straße Gänseburg in die Altstadt vermieden. Die Umleitung funktioniere, sagte Volker Dornseif, der lediglich von einem Zwischenfall berichtete. Der Fahrer eines 40-Tonners habe die ausgeschilderte Umleitung für den Schwerverkehr und das entsprechende Durchfahrtsverbotsschild missachtet und sich schließlich in der Gänseburg festgefahren. Mit Hilfe der freiwilligen Feuerwehr sei es gelungen, den Brummi-Fahrer nebst Gefährt wieder rückwärts auf die Hauptstraße zu dirigieren.

Mit dem Verlauf der Bauarbeiten, die durch eine Kirchhainer Firma ausgeführt werden, zeigte sich Volker Dornseif sehr zufrieden. An den ersten drei Werktagen seien acht Hausanschlüsse fertiggestellt worden. Das gebe Anlass zu der Hoffnung, dass die Vollsperrung der Untergasse schon vor Ablauf der eingeplanten fünf Wochen aufgehoben werden könne.

Im Sommer werden die Arbeiten fortgesetzt, wenn Hessen mobil den provisorischen „Lego-Kreisel“ an der Bundesstraße 62 ausbaut. Dieser Kreisel werde keinen Aufbau erhalten, antwortete Dornseif auf eine entsprechende Frage des Stadtverordneten Reiner Nau (Grüne). Aufbauten im Zentrum von Kreisverkehren seien nicht mehr genehmigungsfähig, erklärte Volker Dornseif.

Auf gar keine Gegenliebe im Ausschuss stieß der Wunsch des Kirchhainer Verkehrsvereins, die Parkgebühren in der Stadt für die Zeit der Bauphase auszusetzen, um die Attraktivität Kirchhains als Einkaufsstadt etwas zu erhöhen. Das Ansinnen der Interessensvertretung der Einzelhändler wurden von dem unter Vorsitz von Professor Erhard Mörschel (CDU) tagenden Gremium einstimmig abgelehnt.

Tenor der Stadtverordneten: Die Stadt kann unmöglich auf 60000 Euro Einnahmen verzichten, wenn sie gleichzeitig als Schutzschirm-Kommune gezwungen ist, bei ihren sozialen Leistungen zu kürzen und gleichzeitig Gebühren und Kommunalsteuern zu erhöhen.

Das letzte Wort in dieser Angelegenheit hat die Stadtverordnetenversammlung, die am Montag, 2. Juni, ab 19 Uhr im Bürgerhaus tagt.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis