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"Panja" bringt ihrem Besitzer Ruhm

Ehrung "Panja" bringt ihrem Besitzer Ruhm

Jahr für Jahr bringt der Zuchtbetrieb von Karl Gleiser mit all seinen Kühen eindrucksvolle Zahlen hervor. Dafür bekam er nun den Staatsehrenpreis vom Hessischen Umweltministerium.

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Die Kühe „Panja“ (links) und Salome machten (von links) Karl Gleiser, dessen Frau Heike, Dr. Anna Runzheimer und die Kinder Christian und Tanja Gleiser glücklich.Foto: Yanik Schick

Schweinsberg. Zwischen „Panja“ und „Salome“ zaubert es Karl Gleiser ein Lächeln ins Gesicht. Die beiden tierischen Schwergewichte stehen sinnbildlich für den jahrelangen Zuchterfolg des 59-Jährigen. Mehr als 10000 Kilogramm Fett und Eiweiß hat „Panja“ in bislang 13 Lebensjahren produziert - für Fachmänner eine beneidenswerte Zahl. „Von 150000 Kühen in Hessen schaffen das nur fünf pro Jahr. Und sie gehört dazu“, betonte Jost Grünhaupt, Zuchtleiter beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH). Die zwei Jahre jüngere Kuh Salome hat ebenfalls Erstaunliches erreicht: Als achte Kuh in Gleisers Zuchtbetrieb überhaupt gelang es ihr, insgesamt mehr als 100000 Liter Milch zu geben.

Seit nun fast 50 Jahren schreibt Karl Gleiser mit seiner Frau Heike in Schweinsberg eine echte Erfolgsgeschichte in der Rinderzucht. Und das entging auch dem Hessischen Umweltministerium nicht: Dr. Anna Runzheimer, die Abteilungsleiterin des Fachbereichs Landwirtschaft, zeichnete die Familie deswegen mit dem Staatsehrenpreis für Zuchterfolge aus und lobte insbesondere deren Umgang mit den Kühen. „Der Betrieb arbeitet nachhaltig in der Wirtschaft, die Tiere sind langlebig“, bescheinigte Runzheimer den Züchtern, „und so stellen sie sich hervorragend für den Wettbewerb auf. Selbst auf dem Weltmarkt können sie sich behaupten.“ Für Karl Gleiser ist die Ehrung Dank für jahrelangen und teils ermüdenden Aufwand in den Ställen: „Man muss schon einen langen Atem haben“, betonte der Züchter, „aber es ist eine Passion, und wir haben beständig an unserer Arbeit festgehalten.“

Schon im Alter von zwölf Jahren hatte Gleiser seinem Vater beim Melken geholfen. Die prächtigen Vierbeiner ließen ihn daraufhin nie wieder los. „Allein die Farbe der Tiere hat mich fasziniert. Das steckte schon früh in mir drin“, erinnert sich der 59-Jährige an seine Anfänge. Von dort an ging es für den Familienbetrieb nur noch bergauf: 32 Rinder zählte Gleiser, als er anfing. Heute stehen rund 100 auf der 74 Hektar großen Fläche.

Im vorvergangenen Jahr verkaufte der Betrieb seinen Bullen „Big Point“, der zu den besten Deutschlands gehört und internationales Ansehen genießt. „Karl ist unbestritten einer der besten Züchter in Hessen. Er weiß einfach, wie eine richtig erfolgreiche Kuh aussehen soll“, sagte Jost Grünhaupt.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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