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Pädagoge bietet Schülern "Blick von außen"

Schul-Sozialarbeit Pädagoge bietet Schülern "Blick von außen"

Gemeinsam mit der Jugendkonflikthilfe Marburg hat der Landkreis an der Mittelpunktschule Wohratal ein Angebot zur Schulsozialarbeit auf den Weg gebracht.

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Uwe Pöppler, Leiter des Fachbereichs Soziales (von links), Siegfried Heppner als Koordinator, Diplom-Pädagoge Christian König und Janine Claar von der Juko Marburg, Schuldezernent Dr. Karsten McGovern und Schulleiter Michael Vaupel präsentierten die Neuer

Wohratal . Da Kinder und Jugendliche oft einen immer größer werdenden Teil ihrer Tageszeit in der Schule verbringen, kommt der Sozialarbeit an Schulen eine immer größer werdende Bedeutung zu. Mit der Errichtung eines Angebotes zur Schulsozialarbeit an der Mittelpunktschule Wohratal hat der Landkreis sein Engagement in diesem Bereich ausgebaut.

In Zusammenarbeit mit der Jugendkonflikthilfe (Juko) Marburg steht jetzt mit Diplom-Pädagoge Christian König bis Ende nächsten Jahres eine pädagogische Fachkraft für zehn Stunden pro Woche zur Verfügung. Der Landkreis investiert dafür aus Mitteln des Bildungs- und Teilhabepaketes 14400 Euro pro Jahr. „Mit der Schulsozialarbeit können wir entscheidend dazu beitragen, dass junge Menschen besser individuell gefördert werden und sie ihre Chance auf eine umfassende Teilhabe an der Gesellschaft besser wahrnehmen können“, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern während der Vorstellung des Angebotes in der Mittelpunktschule. „Wenn Kinder lernen, können sie das nur dann gut, wenn sie sich von anderen Sorgen befreien können“, so McGovern weiter.

Schulleiter Michael Vaupel sieht in der Schulsozialarbeit eine weitere Chance: „Im Schulalltag ist häufig zu wenig Zeit, um ausreichend auf Probleme von Schülern einzugehen“, erklärte er.

Hilfe bei Frustund Konflikten

Vor allem bei Themen wie Frust, Disziplin, Selbstvertrauen oder in der Elternarbeit könne die Schulsozialarbeit mit sozialpädagogischen Impulsen alle Beteiligten unterstützen.

Christian König dient den Schülern, jenseits von Notendruck und Schulalltag, als Ansprechpartner.

Um einen möglichst umfassenden Blick auf die Lebenswelt der Schüler zu erhalten, gehört die regelmäßige Rücksprache und Vernetzung mit anderen Einrichtungen wie Beratungs- und Förderzentrum, schulpsychologischer Dienst ebenso zu seinen Aufgaben wie die Zusammenarbeit mit dem allgemeinen Dienst.

König sieht sich als Schnittstelle zwischen Schule, den kooperierenden Einrichtungen und dem Elternhaus. Bei Klassenproblemen könne ein „Blick von außen“ ein Zugewinn auch für den Klassenlehrer sein, so König. Immer dienstags bietet König, in Kooperation mit der Jugendförderung Rauschenberg, nachmittags ein Sport-, Spiel- und Bewegungsangebot nur für Jungen an, um das Miteinander zu fördern.

„Wir haben uns sehr gefreut in dieses zukunftsorientierte Arbeitsfeld eingebunden zu werden“, bekräftigte Janine Claar von der Juko Marburg. Bereits im März wurde die Juko Marburg durch die Kreisverwaltung beauftragt, an der Mittelpunktschule ein Angebot zur Schulsozialarbeit zu entwickeln. Die Juko Marburg verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schulen, bei der Gewaltvorbeugung, dem sozialen Lernen, der Berufsorientierung und der Elternarbeit.

Zukünftig soll das Angebot der Schulsozialarbeit mit themenorientierten Projekttagen, regelmäßigen Arbeitsgruppen zu Themen wie Sucht oder Gewalt oder Klassenfindungstagen erweitert werden.

von Karin Waldhüter

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