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Pächter werfen das Handtuch

Haus der Begegnung Pächter werfen das Handtuch

Wie geht es weiter mit dem Haus der Begegnung? Mit dieser Frage müssen sich die Stadtverordneten beschäftigen, da bald weitere Sanierungen anstehen, die Pächter jedoch abspringen.

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In Sachen Haus der Begegnung kommen auf die Stadt nicht unbedingt rosige zeiten zu.

Quelle: Florian Lerchbacher

Neustadt. Fast 300.000 Euro investierte die Stadt in den vergangenen Jahren ins Haus der Begegnung – rund 80.000 Euro in die sanitären Anlagen, 200.000 Euro in den Brandschutz und weitere technische Anlagen. Im kommenden Jahr erhält die Stadt 350.000 Euro an Fördermitteln für die weitere Sanierung des Gebäudes – aus der eigenen Kasse müsste sie dann einen Betrag der gleichen Größenordnung investieren.

Doch nun kündigten die Pächter zur Überraschung aller Verantwortlichen ihren eigentlich bis 2013 laufenden Vertrag – aus wirtschaftlichen Gründen, wie Bürgermeister Thomas Groll durchblicken ließ. „Was nun?“, fragte er die Stadtverordneten mit dem Hinweis, dass sich im kommenden Jahr garantiert kein neuer Pächter finde, der in einer Baustelle die Arbeit aufnehmen wolle. 700.000 Euro ließen sich bei einer energetischen Sanierung nicht im laufenden Betrieb verbauen. Nun gelte es zu überlegen, ob die Stadt die Fördermittel in Zeiten knapper Kassen tatsächlich abrufen solle. Dann bliebe das Haus auf dem energetischen Stand des Jahres 1978: „Und so finden wir garantiert keinen Pächter“, ergänzte der Bürgermeister.

4 Pächter gab es in den vergangenen 18 Jahren – keiner schaffte es, seinen Vertrag zu erfüllen. Groll stellt daher nun das Modell der Komplettverpachtung in Frage: „Alle scheiterten an den Gegebenheiten.“ Allerdings stehen zunächst andere Punkte im Vordergrund: In den kommenden Wochen will er Kontakt zu den Vereinen aufnehmen, die das Haus der Begegnung häufiger nutzen. Seine Hoffnung ist, eine kurzfristige Lösung zu finden. Ein Gedanke orientiert sich an Orten in Nachbargemeinden, wo Vereine die Trägerschaft übernommen haben.

Zunächst gilt es, die „Trauercafés“ zu retten. Grolls Hoffnung ist, dass die Vereine der Stadt zur Seite springen. Für bereits gebuchte Familienfeiern wolle die Stadt auch noch pragmatische Lösungen finden, ergänzt er. Während der Stadtverordnetenversammlung am Montag hatte Gerhard Gatzweiler (SPD) nachgefragt, wieso die Pächter schon zum 31. Juli kündigen könnten. Laut Groll gibt es im Vertrag eine Klausel, dass beide Seiten bei Einstellung des Geschäftsbetriebes fristlos kündigen könnten.

Thomas Groll nahm zudem am Mittwoch Stellung zu einem erschienenen Artikel: Er habe nie gesagt, dass die Stadt nichts für die Photovoltaikanlage auf dem Jugendraum-Dach zahlen müsse – viel mehr bringe sie 15.000 Euro in das Projekt ein, die restlichen 7.000 Euro zahle Eon. Die OP bleibt bei der Darstellung, dass der Bürgermeister gesagt habe, die Stadt bekomme die Erträge, ohne selbst Geld investieren zu müssen.

von Florian Lerchbacher

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