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Paar ist "des Wahnsinns fette Beute"

Faschingsauftakt Paar ist "des Wahnsinns fette Beute"

Waschechte „Ahndorfer“ bilden das Prinzenpaar des Festkomitees Carneval in den katholischen Kirchengemeinden (FCKK). Gestern wurden sie im Erksdorfer Bürgerhaus inthronisiert.

Stadtallendorf. Unter den Klängen des Narhalla-Marsches wurde gestern im vollbesetzten Erksdorfer Bürgerhaus ein lange gehütetes Geheimnis gelüftet. Der FCKK hat ein neues Prinzenpaar. Seit Sonntagmittag regieren seine Herrlichkeit Prinz Mario I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Natascha I. Prinz Mario I. trägt den Beinamen schmelzender Regent von Stahl und Eisen, schmetternder Lord of Castle-Wood und feinschmeckender adliger Koch am höfischen Herd. Bei Prinzessin Natascha I. haben sich die Narren für den Titel „aufschlagende Baroness mit dem Ball aus Zelluloid, liebevolle Schutzpatronin anvertrauter Nesthäkchen und charmante Lady aus dem Hause Green Court „ entschieden.

Beide sind waschechte „Ahndorfer“ aus dem Alten Dorf, sind auch privat ein Paar und heißen Mario und Natascha Huhn. Mario ist 33 Jahre alt und ist gelernter Schreiner. Er arbeitet allerdings jetzt als Gießereimechaniker am Hochofen einer Stadtallendorfer Eisengießerei. Die beiden neuen Tollitäten haben sich 1996 beim Tischtennis kennengelernt. Dieses Hobby verbindet sie bis heute. Beide sind als aktive Tischtennisspieler Mitglied beim Tischtennisclub Kirchhain-Burgholz. Die 32-jährige Natascha Huhn geborene Weber arbeitet als Erzieherin im U-3 Bereich in Gladenbach.

Prinz kocht gern,Prinzessin tanzt

Neben der Liebe zum Tischtennissport ist Mario ein begeisterter Hobbykoch mit einem Hang zu mehrgängigen Menüs und fährt außerdem gerne Motorrad. Vielen ist er auch als Laienschauspieler bei der Stadtallendorfer Kolpingfamilie in guter Erinnerung. Auch Natascha, die neben dem Tischtennisspiel auch gerne Aqua joggt, ist in der Kolpingfamilie aktiv, allerdings als Tänzerin. Beide leben und wohnen seit ihrer Geburt in Stadtallendorf. Nach ihrer Proklamation und dem Treueschwur versprachen sie: „Man wird uns niemals hören stöhnen, wir wollen unserem Motto, der Heiterkeit frönen. Drum sagen wir es hier und heute, wir sind des Wahnsinns fette Beute“. Zuvor hatten die Stadtallendorfer Narren gemeinsam mit dem zu dieser Zeit noch regierenden Prinzenpaar Prinzessin Franziska I. und Prinz Dominik I., der FCKK Präsidentin Cornelia Prill und dem Sitzungspräsidentenpaar Christel und Norbert Naumann, Hofdame Sabine Hentrich, Hofmarschall Michael Feldpausch zusammen mit dem Elferrat pünktlich um elf Uhr elf im Erksdorfer Bürgerhaus die diesjährige Kampagne eröffnet. Die Verlegung in den Stadtallendorfer Stadtteil war auf Grund von Aufbauarbeiten des hr-Fernsehens in der Stadthalle notwendig geworden. Mit einem wahren Feuerwerk karnevalistischer Aktivitäten starteten die blauen Funken, die allerkleinsten FCKK-Aktiven, die Minikids, die Prinzengarde, die Welle-Watz-Weiber, die Flippergarde, die Ulknudeln, die Dancing Diamonds und die Wilden Hühnern in die närrische Zeit. Ein Höhepunkt war sicher der Auftritt des Nachwuchsfunkenmariechens Angelina Cimiotti. Sichtlich schwer fiel Prinzessin Franziska das Ende ihrer Regentschaft. Sie vergoss zum Abschied bittere Tränen. „Wir sind aber auch in Zukunft für den FCKK bereit“, versprachen beide Ex-Regenten.

n Bereits jetzt freuen sich die Aktiven des FCKK auf die große Prunksitzung, die am 26. Januar ab 19.11 Uhr in der Stadtallendorfer Stadthalle startet

von Alfons Wieber

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