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Ostkreis nimmt einsamen Spitzenplatz ein

Erneuerbare Energien Ostkreis nimmt einsamen Spitzenplatz ein

Bis zum Jahr 2040 will der Landkreis Marburg-Biedenkopf energieautark sein. Dieses ehrgeizige Ziel formulierte der Kreis noch unter Landrat Robert Fischbach.

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Windkraft bringt optische Belastungen mit sich, die im Ostkreis besonders Emsdorf (vorn) und Erksdorf (hinten) zu tragen haben. Zu beiden Seiten der Dörfer gibt‘s künftig 27 Windräder.

Quelle: Matthias Mayer

Ostkreis. Damit dieses Ziel gelingen kann, wurde bei der Kreisverwaltung eigens eine Stabsstelle Erneuerbare Energien eingerichtet. Deren aufgeschlossene Kunden sitzen zumeist im Ostkreis.

Der Ostkreis steht in Sachen Erneuerbare Energien kreisweit an der Spitze. Rauschenberg hat den ersten Windpark des Kreises. Zwischen Speckswinkel und dem Burgholzer Forst entstand der größte Windpark Mittelhessens mit - bis zum Jahresende - 27 Windkraftanlagen. In der Gemarkung Neustadt wird bereits weitaus mehr Strom produziert, als die Stadt verbraucht.

Die Wärmeversorgung ist der wunde Punkt des Landkreis-Plans. Auch hier ist der Ostkreis weit vorn. In Rauschenberg mit seinem im kommenden Jahr flächendeckenden Nahwärmenetz ist die wohl erste echte deutsche Bioenergiestadt im Werden. Die Stadtteile Josbach und Schwabendorf sind florierende Bioenergiedörfer. Im Stadtteil Bracht wird dieses Ziel verfolgt. Auch Stadtallendorf, die zweitgrößte Stadt des Kreises, hat in Erksdorf ein Bioenergiedorf. Amöneburg besitzt deren zwei: In Erfurtshausen und Mardorf werden Genossenschaftsmitglieder mit umweltfreundlich erzeugter Nahwärme versorgt. In Kirchhain wollen Kleinseelheim und Stausebach Bionergiedorf werden. Großseelheim hat bereits ein Nahwärmenetz, gilt aber nicht als Bioenergiedorf.

von Matthias Mayer

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