Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Osterkrippe ziert die Kirche

Ostern Osterkrippe ziert die Kirche

Immer wieder ist Harald Weitzel aus der Stadtallendorfer Altstadt für eine Überraschung gut. Dieses Mal schuf er eine Osterkrippe.

Voriger Artikel
Verwaltungsarbeit war ihr nie langweilig
Nächster Artikel
Viel Lob für die Feuerwehr-Jugend

Vorschulkinder standen gemeinsam mit Harald Weitzel (zweiter von rechts), Kaplan Alexander Best, Erzieherinnen und Verwaltungsratmitgliedern vor der Osterkrippe. Foto: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Hatte der Mitarbeiter des Stadtallendorfer Bauhofs in den vergangenen Jahren die Anwohner des Neubaugebietes Kronäcker zu den Festtagen regelmäßig mit großen Weihnachtskrippen oder Riesenosternestern erfreut, so ist es diesmal eine Osterkrippe, die er auf dem rechten Seitenaltar in der katholischen Barockkirche St. Katharina aufgebaut hat. Kürzlich übergab Weitzel das kleine Kunstwerk, das man auch Fasten- oder Passionskrippe nennt. Mit dabei waren Vorschulkinder der Kindergärten St. Katharina und St. Michael, ihrer Erzieherinnen und Mitglieder des Verwaltungsrates der Kirchengemeinde „Heilig Geist“ und Kaplan Alexander Best vom Seelsorgeteam.

Die Idee zu einer Osterkrippe war bei Weitzel bereits lange gereift. Irgendwann hatte er ein solches Kunstwerk bei einer­ ­Ausstellung gesehen und sich davon inspirieren lassen. „Weihnachtskrippen, ja, aber Osterkrippen? Davon hat man kaum etwas gehört. Dabei haben Osterkrippen eine ganz lange Tradition. Seit dem 17. Jahrhundert kennt man sie. Eine Blütezeit erlebten sie im 18. und 19. Jahrhundert besonders in Süddeutschland und Österreich. Sie gerieten aber dann allmählich in Vergessenheit“, berichtete Weitzel. Er will dieses Brauchtum gerne wiederbeleben. Die schlichte, aus Holz gefertigte Skulptur zeigt vor dem Hintergrund der aufgehenden Sonne das Kreuz mit der geflochtenen Dornenkrone als Hinweis auf das Leiden und Sterben und davor das offene Grab als Zeichen der Auferstehung Jesu Christi. Kaplan Best erklärte den Kleinen die Bedeutung der Karwoche und segnete abschließend die Palmzweige der Kinder.

Die Kinder sangen unter anderem das Lied „Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Das Riesenosternest steht trotzdem Jahr wieder an seinem gewohnten Platz an der Straßengabelung im Neubaugebiet Kronäcker.

von Alfons Wieber

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr