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Ortsvorsteher spachtelt die Wände

Roßdorf Ortsvorsteher spachtelt die Wände

Die ehemalige Schule in dem Amöneburger Stadtteil ist bald nicht nur „Haus der Vereine“, sondern wird auch das neue Dorf- und Trachtenmuseum beherbergen.

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Stephan Maus (links) spachtelt die Wände, Ludwig Preis übernimmt das Anstreichen. Foto: Klaus Böttcher

Roßdorf. Während in dem ehemaligen Schulgebäude der untere Klassenraum eifrig durch Vereine für Sport, Tanz und andere Aktivitäten genutzt wird, sind im oberen Raum fleißige Helfer bei der Arbeit. Der Roßdorfer Ortsvorsteher Stephan Maus ist damit beschäftigt die selbst gebauten Stellwände zu verspachteln, während Ludwig Preis die Farbrolle im Einsatz hat, um den Stellwänden ein besseres Aussehen zu verleihen. Beide sind damit bereits an den letzten Feinarbeiten. „Es geht dem Ende entgegen, wir können die Einweihung planen“, erzählt der Ortsvorsteher mit der Glätte in der Hand und verrät: „Wir haben uns selbst in Zugzwang begeben, denn wir haben mit dem 28. September schon den Eröffnungstermin festgelegt.“

Die Idee zum Roßdorfer Dorf- und Trachtenmuseum im alten Schulgebäude entstand, als das noch keine zwei Jahre bestehende Museum über der Sternstube geräumt werden musste. Die Räume waren eine Sozialwohnung, die von der Stadt im Bedarfsfall zu besetzen war. In dem Museum hatte Heinrich Ried eine sehenswerte Ausstellung unter dem Titel „Von der Wiege bis zur Bahre“ aufgebaut. Es war eine Dokumentation der Tracht, des Brauchtums und der Lebensweise der katholischen Dörfer im Amöneburger Land. Der heute in Stausebach lebende, aber in Roßdorf aufgewachsene Heinrich Ried war wie viele Roßdorfer auch enttäuscht über die Schließung des kleinen Museums (die OP berichtete).

Er wollte durch seine Dauerausstellung die sogenannte katholische Marburger Tracht mit ihrer Farbigkeit und Kunsthandwerklichkeit der Nachwelt erhalten und Sitten und Gebräuche weitergeben. Nach langem Hin und Her setzte sich die Idee des heutigen Ortsvorstehers Maus mit Unterstützung des Amöneburger Bürgermeisters Michael Richter-Plettenberg durch, das Obergeschoss im Haus der Vereine herzurichten. „Wenn man überlegt, dass durch das undichte Dach das Regenwasser vom Dachboden durch die beiden Schulräume floss und nasse verschimmelte Wände hinterließ und der marode Putz einem von den Wänden entgegenkam, ist zwischenzeitlich einiges passiert“, fasst Ried den ursprünglichen Zustand zusammen.

Hoffen auf Spendenfür letztes Material

Viele fleißige Roßdorfer Fachleute und Helfer haben die Ärmel hochgekrempelt und dafür gesorgt, dass der Raum und das Treppenhaus in neuem Glanz erstrahlt und bald mit wertvollen Exponaten bestückt werden kann.

Was im Moment noch fehlt ist Geld, damit auch die letzten Materialien, die benötigt werden, bezahlt werden können. Deshalb werben die Organisatoren um Spenden. Unabhängig davon wird am Sonntag, dem 28. September eingeweiht. „Wir möchten das so gestalten wie früher die Dorffeste waren“, betont Stephan Maus.

von Klaus Böttcher

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