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Ortsdurchfahrt geht in die Warteschleife

Ernsthausen Ortsdurchfahrt geht in die Warteschleife

Nicht alle Eigentümer wollen oder können Teile ihrer Grundstücke für den Ausbau der Ortsdurchfahrt von Ernsthausen verkaufen. Das teilte Bürgermeister Michael Emmerich dem Stadtparlament mit.

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Die Ortsdurchfahrt von Ernsthausen befindet befindet sich im Teilstück Wolferöder Straße in einem schlechten Zustand. Daran wird sich frühstens ab 2015 etwas ändern. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Für die Verwirklichung der derzeitigen Planung, die besonders auf mehr Sicherheit für die Fußgänger abzielen, hätten zehn Grundeigentümer Teile ihrer Flächen abgeben müssen. Wie der Bürgermeister erläuterte, sei die Mehrheit der betroffenen Anlieger dazu bereit gewesen - aber eben nicht alle. Damit habe das Problem nicht bis zum von Hessen Mobil festgesetzten Termin 31. Oktober abgearbeitet werden können. Emmerich gewann der Situation auch etwas Positives ab. Jetzt könne in Ruhe weiterverhandelt und geplant werden.

Die Kehrseite der Medaille: Ortsdurchfahrt gerät in die Warteschleife. Das auf zwei Jahre angesetzte Projekt sollte ursprünglich schon im kommenden mit den Arbeiten entlang der hinfälligen Wolferöder Straße beginnen. Entlang der Hauptstraße sollte 2015 gebaut werden. Nun kann erst ab 2015 mit den Arbeiten an der Straße begonnen werden.

Dafür bewegt sich in Sachen Windpark jetzt schon etwas. Der Magistrat hat den Auftrag zur „Änderung des Flächennutzungsplans zur Darstellung von Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen“ - so heißt es im Amtsdeutsch - an das Lindener Planungsbüro Fischer übergeben, teilte Emmerich mit. Ohne die Änderung des Flächennutzungsplan kann die Breidenbacher Firma Krug nicht mit der Projektierung der vier Windräder auf dem Roteküppel beginnen. Das Hinterländer Unternehmen ist Vertragspartner der Stadt. Krug will die vier Windräder planen und bauen und zwei selbst betreiben. Die beiden anderen Windräder können die Stadt Rauschenberg und eine Genossenschaft interessierter Bürger kaufen.

Auf den Kosten für die erheblichen Sachschäden, die die Einbruchsserie im Rauschenberger Freibad hinterlassen, wird die Stadt voraussichtlich nicht sitzen bleiben. Wie die OP berichtete, hatte die Polizei einer Gruppe minderjähriger Jugendlichen aus Rauschenberg als mutmaßliche Täter dingfest gemacht. Bei den jungen Leuten war unter anderem ein Beutel mit Duschmarken aus dem Freibad gefunden worden. Deren Eltern erhielten Post von der Stadt, sobald der Magistrat deren Namen erfahre, kündigte Emmerich an.

Einer weiteren Mitteilung des Bürgermeisters ist zu entnehmen, dass die energetische Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Schwabendorf für die nähere Zukunft ansteht. Der Magistrat hat das Büro Mechsner-Spangenberg & Bonsa mit der Vorbereitung eines Förderantrags beauftragt.

Einstimmig machten die Stadtverordneten den Weg für Sicherungsarbeiten der Anliegerstraße Im Sand frei. Dort soll der leicht in Bewegung geratene Hang mithilfe einer Spundwand gesichert werden. Stefan Seibert (Bündnis 90/ Die Grünen) wertete es als schlechtes Zeichen für die Finanzkraft der Stadt, dass so ein wichtiges Vorhaben über zwei Jahre gestreckt werden müsse.

Der Bürgermeister entgegnete diesem, dass die Arbeiten selbstverständlich in einem Zug erledigt würden. Lediglich die Finanzierung erstrecke sich über zwei Haushaltsjahre.

von Matthias Mayer

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