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Ortsdurchfahrt Ernsthausen wird morgen freigegeben

Ende einer Großbaustelle Ortsdurchfahrt Ernsthausen wird morgen freigegeben

Die ausgebaute Ortsdurchfahrt von Ernsthausen hat ihre letzte Hürde genommen. Bei der Abnahme der Straße durch die Bauherren wurden nur Kleinigkeiten moniert.

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So reibungslos wie die ganze Bauphase verlief auch die Abnahme der Straßenbauarbeiten auf der Ortsdurchfahrt von Ernsthausen, die Teil einer Landesstraße ist. Fotos (8): Matthias Mayer

Ernsthausen. Damit kann die Ortsdurchfahrt planmäßig noch vor Weihnachten nach gut eineinhalbjähriger Bauzeit wieder für den Durchfahrtverkehr freigegeben werden. Das geschieht am morgigen Mittwoch. Damit ist die Bundesstraße 3 von Stadtallendorf aus wieder auf dem kürzesten Weg erreichbar. Zuletzt mussten Verkehrsteilnehmer Umwege über Emsdorf und Burgholz oder über Hatzbach, Wolferode und Josbach in Kauf nehmen.

Die durch Ernsthausen führende Landesstraße befand sich in Auflösung, ähnelte in einigen Abschnitten eher an eine bröckelnde Baustraße als an einen Verkehrsweg in der Obhut des Landes Hessen.

Das ist nun Geschichte. Eben und breit kommt die ehemalige Holperpiste daher - für manchen Ernsthäuser sogar zu breit. Einige Bürger befürchten, dass insbesondere aus Richtung Wolferode zu schnell gefahren wird. In Absprache mit Hessen Mobil, das die Straße für das Land geplant hat, der Stadt Rauschenberg, dem Ernsthäuser Ortsbeirat und den Ernsthäuser Bürgern entstanden zwei Einbauten, die den Verkehr bremsen sollen. Hinter dem ersten Ernsthäuser Haus auch Richtung Wolferode entstand eine Fahrbahnverschwenkung, die die Verkehrsteilnehmer ebenso zum Abbremsen zwingt, wie der Fahrbahnteiler in Höhe der Bushaltestelle, der den Fußgängern zudem als Querungshilfe gilt.

Auch unter und neben der Straße hat sich einiges getan. Der ZMA und die Stadt Rauschenberg nutzten die Gelegenheit, vor der Erneuerung der Straße das Kanalnetz und das Wasserleitungsnetz zu erneuern. Außerdem ergänzte die Stadt Rauschenberg in einem erheblichen Umfang das Bürgersteignetz, das es in dieser Form in Ernsthausen nie gegeben hat.

Das parallele Arbeiten von drei Bauherren an vier verschiedenen Projekten ließ schlimmes befürchten, ist aber in der Praxis, so Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich, „hervorragend gelaufen.“ Er würdigte die verlässlichen Absprachen zwischen Hessen Mobil, ZMA, der Stadt, der ausführenden Firma Giebel, dem Ortsbeirat und der Bevölkerung, die letztlich sogar institutionalisiert wurden: Donnerstags gab es um 9 Uhr eine Art Vollversammlung, bei der sich alle Beteiligten trafen, um die anstehenden Arbeiten an Ort und Stelle zu besprechen.

„Die Firma Giebel hat hervorragend gearbeitet. Bei der Abnahme der Straße wurden lediglich kleinere Betonabplatzer reklamiert, die im neuen Jahr behoben werden“, sagte Michael Emmerich dieser Zeitung. Inzwischen haben die Bauleute damit begonnen, auch in der Ortslage Leuchtpfosten zu setzen. Wie der Bürgermeister erklärte, soll dies ein Kaputtfahren der Bankette verhindern, deren Oberfläche noch relativ weich ist.

Im kommenden Jahr baut Hessen Mobil eine Linksabbiegespur von der Landesstraße Halsdorf - Kirchhain zum Abzweig Ernsthausen. Hinter der Spur wird für Fußgänger und Radler mit Ziel Wambach/Wohra eine Querungshilfe gebaut.

von Matthias Mayer

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