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Ortsbeirat sucht den "Lampensponsor"

Renovierung Ortsbeirat sucht den "Lampensponsor"

Die Arbeiten an der Bücherei in der Hofreite Wohra gehen bisher nur schleppend voran. Möglichst schnell soll jetzt mit der Elektroinstallation in dem Raum begonnen werden.

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Vor einem Jahr einigte sich der Ortsbeirat über die grundlegenden Pläne für die Büchereiräume. Archivfoto: Waldhüter

Wohra. „Bis auf geringe Arbeiten ist noch nichts im ,Museum‘ Bücherei erledigt“, erklärt der beauftragte Planer Werner Sachs während der jüngsten Ortsbeiratssitzung.

Der favorisierte Vorschlag, der ein flexibles Lichtschienensystem mit Strahlern und Leuchten vorsieht, sei anders ausgefallen als seinerseits gedacht, so Sachs und bezifferte die Kosten des favorisierten Vorschlags mit rund 7 200 Euro. Die Elektroinstallation sei Dreh- und Angelpunkt der Arbeiten. Bei der Ortsbeiratssitzung müsse nun eine Entscheidung über das weitere Vorgehen fallen, sagte Sachs.

Die Handwerker für Fußboden und Wände und der Schreiner stünden „Gewehr bei Fuß“. Sie könnten erst nach den Elektroinstallationsarbeiten beginnen. Insgesamt wurden für den Ausbau der Bücherei 30000 Euro durch den Landkreis zur Verfügung gestellt. Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann erläuterte im Anschluss die verfügbaren Mittel. Unter dem Strich und nach der Addition eines Puffers für Materialkosten und eventuellen Restzahlungen stehen etwa 4500 bis 5000 Euro für die Beleuchtung zur Verfügung. Als Eigenleistung ist das Streichen der Balken vorgesehen. „Die Frage ist, was bekomme ich dafür hin und wo können wir noch abspecken?“, so Hartmann. Es stünden keine weiteren Mittel zur Verfügung, betonte das Gemeindeoberhaupt.

Einige Arbeitenin eigener Regie

„Haben wir die Möglichkeit an Gelder zu kommen, oder besteht die Möglichkeit etwas wegzulassen?“, fragt Ortsvorsteherin Hannelore Keding-Kroll in die Runde. Ortsbeiratsmitglied Klaus Manhenke, der sich derzeit im Urlaub befinde, habe die Bereitschaft zu Eigenleistungen signalisiert, so Keding-Kroll. Das Schienensystem sei eine gute Lösung, betonte die Ortsvorsteherin, zumal noch nicht klar sei, wo alle Regale ihren Platz finden. Durch die Lichtschienen bestünde eine größere Flexibilität und man könne auch später noch jederzeit Leuchteinheiten ergänzen, so Sachs. Manfred Limper, stellvertretender Ortsvorsteher, sprach sich für das Lichtschienensystem aus, wodurch man auf lange Zeit flexibel bleibe. Die Frage sei nun, ob man gleich alle Leuchtmittel anschaffen müsse. Von Peter Hartmann kam der Vorschlag eine Grundinstallation zu schaffen, damit die Arbeiten weitergehen könnten. Die Montage in Eigenleistung vorzunehmen, sah Hartmann kritisch, da so die Gewährleistung entfalle. Auch Gemeindeparlamentarier Harald Homberger sprach sich für das flexible Schienensystem aus. Er regte an, verschiedene Vereine anzusprechen und um Unterstützung zu werben. „Denn die Bücherei soll ja ein Ort sein, wo auch Konzerte und Lesungen stattfinden sollen“, so Homberger. Im Verlauf der Diskussion kam man überein, dass die Grundelektroinstallation für das Schienensystem geschaffen wird, damit man mit den Arbeiten vorankommt. Geprüft werden soll nun, welcher der drei Anbieter laut Ausschreibung das günstigste Angebot abgegeben hat.

Falls es nötig wird, sollen die Elektroarbeiten neu ausgeschrieben werden. Manfred Limper regte an, die Eigenleistung an den Deckenbalken jetzt im Winter anzugehen.

„Wir brauchen einen Lampensponsor“, brachte es Keding-Kroll auf den Punkt und gab allen mit auf den Weg, sich Gedanken zu machen, woher das fehlende Geld kommen soll.

von Karin Waldhüter

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