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Ordentlich Zoff im Haus an der Adria

Schwank Ordentlich Zoff im Haus an der Adria

Acht Laienschauspieler der Stadtallendorfer Kolpingfamilie begeisterten am Samstagabend 550 Besucher in der Stadthalle mit dem Schwank „Rambazamba am Lido Makkaroni“.

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Am „Lido Makkaroni“ gab es manch scharfe Worte.

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Von schmunzeln bis herzhaft laut loslachen war alles drin für die Besucher, die einen kurzweiligen Abend erlebten. Für die großartigen Leistungen der Darsteller gab es immer wieder Szenenapplaus und am Ende langanhaltenden Beifall. Das war die verdiente Entschädigung für das wochenlange proben und Text lernen in ihrer Freizeit.

Hans Joachim Görge, der die Moderation übernommen hatte, meinte zu Beginn, es sei eine Einstimmung auf den Sommerurlaub. Doch die dann folgenden Turbulenzen im Ferienhaus an der italienischen Adria wünscht sich kein Urlauber. Fritz Knorbel (dargestellt von Alfons Schold), dem das Ferienhaus am Lido Makkaroni gehört, wollte mit seiner Tochter Heidi (Christina Knapp) ein paar Tage Urlaub machen. Doch bei der Ankunft kam die große Überraschung, das Haus war durch die Familie Schlottermann schon belegt.

Bissige Dialoge

Frau Knorbel hatte ohne das Wissen ihres Mannes das Haus den Nachbarn zur Nutzung angeboten. Es entstanden bissige Dialoge, wobei das Verhältnis zwischen Alois Schlottermann (Alfred Fink), seiner Frau Agathe (Sylvia Ossinger) und seiner Schwiegermutter Klementine Mitesser (Maria Sulkowski) besonders herausstachen. Aber auch der Hausbesitzer lieferte sich mit den beiden Frauen giftige Dialoge.

Einen zusätzlichen Reiz erhielt die Dramaturgie dadurch, dass Frau Schlottermann die Knorbeltochter, die schon jahrelang nicht mehr bei den Eltern lebt, für die Geliebte des alten Knorbel hielt.

Vater und Tochter spielten dann zum Entsetzen der Schlottermanns auch ein Liebespaar. Die beiden Familienväter versöhnten sich schnell bei der nächtlichen Cognacparty.

Weitere Turbulenzen bringt die junge Italienerin Maria ­Ravioli (Tanja Palkis) in das Ferienhaus, da der alte Schlottermann ihr nachstellt. Klaus, der Sohn der Schlottermanns (Karl-Heinz Schröder), und Heidi Knorbel schlichten die Streitereien und verlieben sich dabei ineinander.

Ende gut, alles gut

Melanie Knorbel (Susanne Görge) erscheint auch noch im Ferienhaus, da ihre Freundin Agathe Schlottermann ihr am Telefon von der Liebelei ihres Mannes brühwarm erzählt hat. Licht kommt in die Verwechslungen, als die Angereiste ihre Tochter, die angebliche Geliebte ihres Mannes, in die Arme nimmt. Am Ende ist alles wieder gut wie das in einem klassischen Schwank üblich ist.

In den Pausengesprächen war zu hören, wie gut die Besucher die Leistungen der Darsteller fanden. Der „alte Hase“ Alfred Fink, der nur bei einer der bisherigen 23 Aufführungen nicht dabei war, überzeugte ebenso wie diejenigen, die noch nicht so lange spielen. So beispielsweise Christina Knapp bei ihrem zweiten Auftritt oder Sylvia Ossinger und Tanja Palkis bei ihrem dritten Auftritt. Erstaunlich war auch, wie frei von Nervosität die Darsteller nach Beginn aufspielten.

Das Souffleusepaar Brigitte Görge und Dieter Weitzel hatte kaum Arbeit, dafür aber Ingeborg Reuter, die als Zuständige für die Maske Alfred Fink immer noch ein blaues Auge verpassen musste. Volker Müller war für das Bühnenbild verantwortlich und Michael Happel gab als Luici dem bösen Bruder der Maria die laute Stimme hinter den Kulissen.

von Klaus Böttcher

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