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Opfer schwebte nach Stich kurze Zeit in Lebensgefahr

Stadtallendorf Opfer schwebte nach Stich kurze Zeit in Lebensgefahr

Ab Dienstag, 23. September, muss sich ein 46-Jähriger vor der 6. Strafkammer des Landgerichts Marburg verantworten. Die Schwurgerichts-Kammer hat zunächst vier Verhandlungstage angesetzt.

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Am Landgericht beginnt am Dienstag ein Prozess gegen einen 46-Jährigen aus Stadtallendorf. Archivfoto: Richter

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Was geschah am 3. April dieses Jahres in der Chemnitzer Straße in Stadtallendorf? Nach Auffassung der Marburger Staatsanwaltschaft hat ein 46-Jähriger versucht, seinen Schwager zu ermorden. Dementsprechend ist die Anklageschrift ausgefallen.

An jenem 3. April, so berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft seinerzeit, soll es auf einem Parkplatz in der Chemnitzer Straße zu der Auseinandersetzung gekommen sein. Wie das Landgericht in der Ankündigung des Prozesses mitteilte, soll der 46-Jährige seinen Schwager unter einem Vorwand zu seinem Fahrzeug gelockt haben, damit der dort einen Blick in den Motorraum wirft. Dabei soll der Angeklagte mit einer 20 Zentimeter langen Klinge zugestoßen und das 45 Jahre alte Opfer im Rücken lebensgefährlich verletzt haben.

Der 46-Jährige wurde damals am Tatort festgenommen. Am 4. April erließ ein Richter am Amtsgericht Marburg gegen ihn Haftbefehl. Seitdem befinde er sich in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt in Gießen, erläuterte Annemarie Petri, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Marburg, auf Anfrage der OP.

Bisher hat der Angeklagte sich nicht zu dem schwerwiegenden Vorwurf geäußert. Zu einer Anklage wegen versuchten Mordes kam es, weil die Staatsanwaltschaft das Mordmerkmal „Heimtücke“ bei der Tat erkannt haben will. Dies wird das Gericht jetzt prüfen.

Ebenso wird die Frage des mutmaßlichen Motivs wie üblich in einem Verfahren eine Rolle spielen. Seinerzeit hatten Polizei und Staatsanwaltschaft in ihrer ersten Presseerklärung von familiären Konflikten gesprochen.

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichtes hat zunächst zehn Zeugen geladen.

Der erste Verhandlungstermin ist für Dienstag, 23. September, 9 Uhr, Saal 101 im Landgericht Marburg angesetzt. Weitere Verhandlungen sollen am 29. September, am 2. und 9. Oktober stattfinden. Beginn ist jeweils um 9 Uhr.

von Michael Rinde

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