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"Okroschka" schmeckt am besten

Suppenfest "Okroschka" schmeckt am besten

Mit dem 5. Internationalen Suppenfest feierte die Interkulturelle Woche in Stadtallendorf einen gelungenen Auftakt. Es gab gleich zwei Premieren.

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Die Idee der Veranstalter über die Suppenverköstigung Menschen einander näher zu bringen ging am Sonntag auf. An den Kochtöpfen herrschte riesiger Andrang.Foto: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Denn zum ersten Mal hatten die Mitglieder des Vereins Interkulturelle Begegnung in Stadtallendorf (IBiS) mit den Elternbegleiterinnen des „projekts frühstart“ und der Stadt Stadtallendorf in die Stadthalle eingeladen. Und sowohl Jury, als auch das Publikum kürten erstmals übereinstimmend ein Gericht zur Siegersuppe.

Glücklich ließen sich die Schülerinnen der Südschule Ajana, Kristina, Layla und ihrer Lehrerin Svetlana Paul und Andrea Kremer in der Stadthalle feiern und nahmen unter dem begeisterten Applaus der Besucher den Wanderpokal von Nikol Gröning und Inga Koradin vom „projekt frühstart“ in Empfang. Den Sieg holten sich die Mitglieder des Kochkurses der Grundschule II mit ihrer „Okroschka“ - einer kalten russischen Suppe.

Bevor die 250 bis 300 Besucher im Foyer der Stadthalle die Löffel in die Hand nehmen konnten, um das mit 25 Suppen aus aller Herren Ländern reich gedeckte Buffet zu stürmen, hatte die Jury Gelegenheit, ihre Lieblingssuppe auszuwählen. Koch Dieter Friedrich aus Frankfurt, Vorjahressiegerin Bedra Nurrenklidag, Elif Kul vom „projekt frühstart“ und Neustadts ehemaliger Bürgermeister Manfred Hoim hatten Zeit, ihre eigene Lieblingssuppe zu finden. Über rund 230 Suppentassen verfügt die Stadthalle. Diese waren im Nu alle in Gebrauch und die Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um bereits benutzte Suppentassen zu spülen. Claus Schäfer vom Büro für Integration und Vorsitzender des Vereins IBiS hatte die Gäste willkommen geheißen. Das Suppenfest sei eine „beispielgebende Veranstaltung“. „Denn wir brauchen den Kontakt untereinander“, betonte er. Es sei wichtig, daran zu arbeiten, friedlich und freundlich miteinander zu leben, sagte er. „Das Suppenfest ist eröffnet“, erklärte schließlich Nikol Gröning feierlich. Ab diesem Moment beherrschte das Geräusch des Löffelklapperns die Stadthalle und Köpfe senkten sich genießerisch über gefüllte Suppentassen. Gerne sind auch Zuhal Topal und ihre Tochter Hilal wieder mit dabei. „Beim Suppenfest lernt man andere kennen, wir fühlen uns wohl hier und willkommen“, berichten die beiden Frauen. Über die tolle Stimmung in der Stadthalle freute sich auch Claus Schäfer. Die Organisation sei aufgrund der Sommerferien sehr aufwendig gewesen und erst in der letzten Woche seien viele Anmeldungen erfolgt. „Wir sind froh, dass wir die Veranstaltung hier machen können“, betonten Nikol Gröning und Inga Koradin vom „projekt frühstart“. Vor der Stadthalle lud Nicole Kapaun wieder alle Kinder zum Schnippeln und Kochen in ihre Out-Door-Küche ein. Für Unterhaltung sorgten die Auftritte der beiden orientalischen VHS-Tanzgruppen von Oksana Wald und Sigrid John-Flöter. Die weitere Jurywertung fiel wie folgt aus: Den dritten Platz belegten Tanja Posch (Hühnersuppe) und Bettina Wende (Mediterrane Hackfleischsuppe), 2. Platz: Daniela Kreissl (Thailändische Suppe).

von Karin Waldhüter

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