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Ohrenzeugen bringen die Polizei offenbar weiter

Mysteriöse "Detonationen" Ohrenzeugen bringen die Polizei offenbar weiter

Emsdorfs Ortsvorsteher hofft, dass die Zeit der nächtlichen „Detonationen“ bald zu Ende geht und die Arbeit der Polizei zu einem Erfolg führt.

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Viele Betroffene mussten sich in den vergangenen Monaten immer wieder vor Schreck die Ohren zuhalten, wenn es zu den nächtlichen Detonationen kam. 

Quelle: Florian Lerchbacher

Emsdorf. Am Mittwoch berichtete die OP erstmals über die mysteriösen nächtlichen Detonationsgeräusche. Seit dem vergangenen Spätherbst werden Menschen in der Umgebung von Emsdorf in unregelmäßigen Abständen immer wieder aus dem Schlaf gerissen.

Auf den OP-Bericht hin habe es insgesamt sieben Hinweise gegeben, die die Stadt umgehend an die Polizei weitergegeben habe, erläuterte Gordon Schneider, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung. Näher bewerten will Schneider die Hinweise angesichts von laufenden Ermittlungen der Polizei nicht. „Die Reaktionen kamen aus mehreren Ortschaften“, sagte er lediglich.

Auch Polizeisprecher Martin Ahlich gab sich am Freitag bewusst sehr zurückhaltend mit Auskünften, weil er die laufenden Ermittlungen seiner Stadtallendorfer Kollegen nicht in Gefahr bringen will. „Es gab Hinweise, einige davon sind vielversprechend“, erklärte Ahlich. Der Polizeisprecher erneuerte seine Bitte an die betroffene Bevölkerung, sich bei der Polizei nach einem nächtlichen Knallgeräusch umgehend zu melden - wenn sich die Richtung, aus der der Knall gekommen ist, eindeutig ausmachen ließe. „Nur dann können wir gezielt nach Spuren suchen und ermitteln“, unterstreicht Ahlich.

Emsdorfs Ortsvorsteher Winfried Kläs hat positive Reaktionen auf den OP-Bericht bekommen. „Für die Betroffenen ist das kein Spaß, es ist nervtötend“, betont er im Gespräch mit dieser Zeitung. Er selbst hat seit dem vergangenem Mittwoch keine nächtlichen Knallgeräusche mehr vernommen. Ob die seltsamen Vorfälle, die Menschen immer wieder um ihren Schlaf gebracht haben, möglicherweise von alleine enden, bleibt aber abzuwarten.

Die OP fragte auch über ihre Facebook-Seite nach Hinweisen. Auch dort gab es Reaktionen. Die Vermutung, dass zum Beispiel Abschreckungsanlagen für Vögel das Geräusch verursacht worden sein könnte, hatte die Stadtverwaltung bereits im November abgeklärt. Solche Anlagen gibt es in der Region rund um Emsdorf nicht, zumal sie ohnehin nur zur Erntezeit eingesetzt werden.

  • Hinweise nimmt die Polizeistation in Stadtallendorf zu jeder Tageszeit unter der Rufnummer 06428/93050 oder die Ordnungsbehörde der Stadt Kirchhain, Telefon 06422/808-142, entgegen.

von Michael Rinde

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Polizei und Ordnungsbehörde der Stadt Kirchhain stehen ebenso wie die Betroffenen vor einem Rätsel. Nächtliche Knallgeräusche reißen seit vergangenem Spätherbst Menschen aus dem Schlaf.

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