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Ohrensessel und Ohrwürmer

Frauenkabarett Ohrensessel und Ohrwürmer

In der historischen Kulisse des Zwingers der Schlossruine erlebten die Gäste, darunter nur wenige Männer, Frauenkabarett der Extraklasse. Die Gruppe „Pömps“ aus Kassel unternahm mit ihrem Programm „Falsche Fuffziger“ eine Zeitreise in die fünfziger Jahre. Die Dekoration mit Nierentisch, Cocktailsesseln, Tütenlampen und einem alten Röhrenradio passte in die Zeit. Mit Spaß, Biss, Witz und musikalischer Vielfalt setzten die „Pömps“ zudem ihre Lieder in Szene.

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Im Stil der Fünfziger gekleidet setzten Margot Hainzl (von links), Brigitte Wilke und Jutta Gerling-Haist ihre Wirtschaftwunderlieder in Szene.

Quelle: OP

Amöneburg. Die Sängerinnen Margot Hainzl, Jutta-Gerling-Haist und Brigitte Wilke sowie Pianist Michael Wagner überzeugten stimmlich und schauspielerisch und begeisterten ihr Publikum. Mit Musik, Zwischentexten, Spielszenen und Werbung für Eierlikör und Cognac führten die drei Frauen und der Pianist zurück in eine Zeit, als von Emanzipation noch nichts zu spüren und der Mann noch Herr im Haus war. Das wurde auf der Bühne deutlich, als sich der Patriarch nach seiner Rückkehr ins traute Heim hinstellte und wartete, bis ihm die Frau aus dem Mantel half.

Mit ausdrucksstarker Gestik und Mimik begleiteten die drei Frauen alle Lieder, die genauso zielsicher zusammengestellt waren wie die gesamte Garderobe mit Hütchen, Handtäschchen und den Stöckelschuhen im Stil der Fünfziger.

Unter den sorgfältig ausgewählten Schlagern fanden sich viele Ohrwürmer wie „Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein“, „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“ oder Klassiker wie „Ganz Paris träumt von der Liebe“. Einen ganz besonderen Lacherfolg hatte Jutta-Gerling-Haist mit ihrer leicht schräg gesungenen und teilweise geschrieenen Version von „Egon“.

Die mitreißende und höchst unterhaltsame Show mit hervorragender Piano-Begleitung belohnte das Publikum mit stürmischem Applaus. Erst nach drei Zugaben durften „Pömps“ die Bühne wieder verlassen. Über das ganze Gesicht strahlte Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg: Mit rund 100 Besuchern hatte er gerechnet, fast 200 kamen.

von unseren Redakteuren

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