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Ohne Teamwork geht überhaupt nichts

Ferienspiele in Neustadt Ohne Teamwork geht überhaupt nichts

Helfen ist das Thema der Neustädter Ferienspiele. Dass Hilfeleistungen ganz schön anstrengend sein können, erfuhren die Kinder schon am ersten Tag.

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23 Kinder nehmen an den Neustädter Ferienspielen teil. Fabian Bielert (rechts) weihte den neuen Kriechtunnel ein. Fotos: M. Mayer

Neustadt. Ein eisiger Wind fegt aus Nordost über den Neustädter Festplatz. Die neun Aktiven der Neustädter Jugendfeuerwehr arbeiten sich warm. Frank Frohmüller, Jugendwart der Neustädter Jugendfeuerwehr, hat die Jungs in zwei Trupps eingeteilt. Eine Gruppe baut einen Hindernis-Parcours inklusive des neuen Kriechtunnels auf. Die zweite Gruppe lädt schwere Feuerwehrtechnik für den Aufbau eines Löschangriffs vom Gerätewagen. Die 14 übrigen Ferienspiele-Kinder schauen dick eingemummt zu und merken schnell: Ohne Teamwork geht bei der Feuerwehr überhaupt nichts.

Nacheinander werden Pumpe, Ansaugstutzen, Verteiler und Schläuche abgeladen. Ein Junge schleppt ein C-Rohr und ein B-Rohr herbei. Feuerwehrmann Mathias Görtz, der zusammen mit der stellvertretenden Jugendwartin Martina Zinser und mit Leyla Saglam von der Kita Regenbogen bei der Betreuung hilft, fragt gleich nach: „An welchen Schlauch passt das B-Rohr?“ „An den B-Schlauch“, antwortet sein Schützling. „Wofür werden B-Schläuche üblicherweise eingesetzt?“ „Zwischen Pumpe und Verteiler“, lautet die richtige Antwort. Das nicht benötigte B-Rohr wandert zurück auf die Ladefläche.

Die Feuerwehr steht im Zentrum der Ferienspiele. Wie Frank Frohmüller erläutert, stehen eine Fahrt zur Landesfeuerwehr-Schule nach Kassel, ein Spieletag rund um die Feuerwehr und ein Besuch der Leitstelle Marburg und der Atemschutz-Übungsstrecke auf dem Programm.

Gleich am ersten Tag ist aber auch die DRK-Bereitschaft Neustadt mit von der Partie. Bereitschaftsleiterin Ute Kanetscheider und Susanne Spanka sind mit aufregender Technik zum Feuerwehrstützpunkt gekommen, wo die Kinder die Gelegenheit haben, einen Rettungswagen und den umfangreich ausgestatteten Gerätewagen Sanität in Augenschein zu nehmen. Natürlich steckt hinter der Aktion auch die Absicht, die Kinder für die Arbeit von DRK und Jugendfeuerwehr zu interessieren.

Das scheint zu gelingen. „Ich will zur Jugendfeuerwehr“, stellt Felix Bielert fest. Nic Neuse lobt das Programm: „Bis jetzt gefällt mir alles. Und ich habe auch schon einen neuen Freund gefunden.“ Wie sein Bruder Noa kann er sich vorstellen, beim DRK oder bei der Feuerwehr mitzumachen.

von Matthias Mayer

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