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Ohne Führerschein am Steuer

Amtsgericht Ohne Führerschein am Steuer

Eine 23-Jährige wurde vom Kirchhainer Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie in zwei Fällen ohne Fahrerlaubnis am Steuer saß. Ihr drohen noch weitere Verfahren.

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Ostkreis. „Ja, es stimmt“, räumte die ängstlich wirkende Angeklagte gegenüber Amtsgerichtsdirektor Edgar Krug die von der Anklage erhobenen Vorwürfe ein. Die Staatsanwaltschaft hatte der Frau aus dem Ostkreis zur Last gelegt, sowohl am 7. Mai als auch am 21. August dieses Jahres ohne Fahrerlaubnis am Straßenverkehr teilgenommen zu haben.

Im Besitz ihres Führerscheins war die 23-Jährige nämlich schon seit dem 20. März nicht mehr: Damals stand sie unter dem Einfluss von Antidepressiva und fiel einer Polizeistreife aufgrund ihrer unsicheren Fahrweise auf.

Aus einem Beschluss des Amtsgerichts Marburg vom 26. März geht hervor, dass sie aufgrund der berauschenden Mittel nicht im Stande war, ein Kraftfahrzeug zu führen. Um die Allgemeinheit zu schützen, entzog das Gericht ihr damals den Führerschein bis zum Januar 2014.

Durch die beiden Fahrten ohne Fahrerlaubnis im Mai und im August habe sich die Angeklagte als ungeeignet für die Teilnahme am Straßenverkehr erwiesen, konstatierte die Staatsanwältin während der Hauptverhandlung in Kirchhain.

In der Mittagspausezum Drogeriemarkt

Auf Nachfrage von Richter Krug gab die Verkehrssünderin an, sie habe am 7. Mai während ihrer Mittagspause eine Drogerie in Stadtallendorf aufsuchen müssen, um dringend benötigte Hygieneartikel zu kaufen. Um nicht zu spät zurück zu ihrer Arbeitsstelle zu kommen, sei sie mit dem Auto gefahren. Dabei wurde die junge Frau von der Polizei angehalten.

Rund drei Monate später, am 21. August, wurde die Angeklagte erneut am Steuer ihres Autos von der Polizei gestoppt. An jenem Tag habe sie lediglich die Strecke von ihrem Wohnort bis zur nächsten Bushaltestelle mit ihrem Fahrzeug zurückgelegt, damit sie mit dem Bus zu ihrem Arbeitsplatz fahren konnte, erklärte die Angeklagte ihr neuerliches Fehlverhalten.

Als Zeuge sagte ein 31-jähriger Polizist aus, der die Frau sowohl im Mai als auch im August stoppte. Er teilte am Rande der Verhandlung gegenüber der Staatsanwaltschaft mit, dass mindestens noch ein weiterer Fall bei der Polizei aktenkundig sei. Auch am 27. September solle die Frau mit ihrem Auto ohne Führerschein unterwegs gewesen sein. Ihr stehe folglich ein weiteres Ermittlungsverfahren bevor.

Das Gericht verurteilte die Angeklagte zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen à 15 Euro und ordnete zudem an, dass ihr der Führerschein nicht vor Ablauf eines weiteren Jahres neu erteilt werden darf. Charakterliche Mängel stünden einer Rückgabe des Führerschein schon Anfang 2014 im Wege. Erschwerend komme hinzu, dass die junge Frau zum Zeitpunkt der zweiten angeklagten Fahrt im August bereits rechtskräftig einschlägig vorbestraft gewesen sei. „Und da hört der Spaß auf“, kommentierte Edgar Krug den Sachverhalt.

Das Urteil erlangte sofort Rechtskraft, da die Angeklagte und die Staatsanwaltschaft Rechtsmittelverzicht erklärten.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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