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Ökostrom für 30000 Bürger

Tag der offenen Baustellen im Windpark Ökostrom für 30000 Bürger

Noch in diesen Monat ­sollen die ersten beiden Windräder im Rauschenberger Stadtwald ans Netz gehen. Zuvor gibt es am Sonntag dort einen Tag der offenen Baustelle.

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Generatoren-Gondel und Rotorflügel stehen für die Montage in über 140 Metern Höhe bereit. Am Sonntag können die Baustellen im Rauschenberger Windpark besichtigt werden. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Das in Münchhausen ansässige mittelständische Unternehmen Krug Energie baut dort fünf Windräder vom Typ Enercon 115 mit einer Leistung von je 3000 Megawatt. Die 115 steht für einen Rotor-Durchmesser von 115,7 Metern. Montiert wird der Rotor in einer Höhe von 149 Metern am Generatorenhaus, das wegen seiner Form auch Gondel genannt wird. Vier der speziell für Schwachwind-Regionen konzipierten Windräder entstehen im Rauschenberger Stadtwald, eines auf Sindersfelder Gebiet nur wenige Meter hinter der Gemarkungsgrenze zu Rauschenberg. Parallel dazu baut Krug Energie unterirdisch eine zehn Kilometer lange Kabeltrasse, die den Windpark mit dem Umspannwerk im Osten Kirchhains verbindet.

Vor einigen Wochen hat die Bauleitung aus Sicherheitsgründen den Stadtwald für die zuvor so zahlreich zu den Baustellen pilgernden Besucher sperren müssen. Als Ausgleich für die Windkraft-Interessierten soll es am Sonntag zwischen 11 und 14.30 Uhr den Tag der offenen Baustelle geben, wie Hans-Hermann Zacharias gegenüber dieser Zeit berichtete.

Ein Großbus wird die Besucher in einem permanenten Ringverkehr in den Windpark bringen. Ausgangspunkt ist der Sindersfelder Sportplatz an der Kreisstraße zwischen Sindersfeld und Rauschenberg. Von dort fährt der Bus in den für Privat-Pkw gesperrten Stadtwald. Haltestellen zum Ein- und Aussteigen gibt es an den fünf Windrädern und am Baucamp der Bauleitung. Dort lädt Krug Energie die Besucherinnen und Besucher zu Würstchen und Getränken ein, die von Mitgliedern der Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr serviert werden.

Außerdem haben die Besucher die Gelegenheit, die imposante Technik aus der Nähe zu sehen und Fragen rund um das Thema Windkraft zu stellen. Das Windrad eins soll bis zum Sonntag vollständig fertig sein. Dort zeigen Mitarbeiter des Herstellers Enercon Schaubilder zur Technik und stehen für Fragen zur Verfügung.

Krug Energie erwartet am Standort Rauschenberg jährlich 2500 Volllaststunden und einen Jahresertrag von 37,5 Millionen kWh. Mit dieser Strommenge lassen sich 30000 Bürger versorgen - das sind mehr, als Kirchhain, Amöneburg, Rauschenberg und Wohratal zusammen haben. Gleichzeitig sparen die fünf Windräder jährlich 20000 Tonnen des klimaschädlichen Gases CO2 ein.

n Auf der Internet-Start­seite www.rauschenberg.de befindet sich ein Link zum Bautagebuch. Dort finden sich zahlreiche Fotos und Kurztexte, die den jeweiligen Baufortschritt beschreiben.

von Matthias Mayer

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