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Nur wenige Wanderer scheuen die Kälte

Wandern Nur wenige Wanderer scheuen die Kälte

Zur Winterwanderung in Neustadt kamen rund 600 Teilnehmer. Aus Dietkirchen, Ebernhahn, Allendorf, Hering (Otzberg) und St. Julian fuhren sogar ganze Busse vor.

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Die Wanderstrecken führten teilweise durch die Stadt, unter anderem durch den Bürgerpark.

Quelle: Yanik Schick

Neustadt. Erfrischende sechs Grad Celsius zeigt das Thermometer am frühen Sonntagmorgen. Es geht ein eisiger Wind durch den Bürgerpark, und der leichte Nieselregen vom grau bedeckten Himmel tut sein Übriges. Eigentlich ist es einer dieser spätherbstlichen Sonntage, an denen man am besten die Nähe zum heimischen Kaminfeuer sucht.

Doch ungeachtet dessen herrscht rund um das Haus der Begegnung reges Treiben. Hunderte Leute treten im Laufe des Tages aus der Tür, ziehen sich ihre Regenjacke bis zum Anschlag zu und begeben sich auf die Strecken der 27. Internationalen Winterwanderung in Neustadt. Der Eindruck eines alten Sprichworts bestätigt sich: für den Wanderer scheint es kein schlechtes Wetter zu geben.

Äußere Bedingungen machen ihnen nur wenig aus

„Wir waren mit Freunden verabredet, die haben heute Morgen aber abgesagt“, erzählen Annerose und Heinrich Mann aus Neustadt, bevor sie sich auf den elf Kilometer langen Weg begeben. Ihnen selbst machen die äußeren Bedingungen ganz offensichtlich wenig aus. „Nur wenn es jetzt Schnee und Eisregen gegeben hätte, dann wären wir vielleicht auch nicht gelaufen“, gesteht Annerose Mann.

Ein paar Minuten später beginnen Otto Reichel und Therese Weiland mit der Winterwanderung. Sie sind bereits am Morgen per Bus aus dem Taunuskreis nach Neustadt gefahren. Mit ihnen gekommen sind knapp 40 Mitglieder der Einricher Wanderfreunde Allendorf. „Aber viele jüngere Leute von uns sind jetzt im Haus der Begegnung sitzen geblieben. Denen ist es zu kalt“, erklärt Therese Weiland.

Die beiden wandern selbst zu dieser Jahreszeit noch wöchentlich. Es ist das erste Mal, dass es sie nach Neustadt verschlagen hat. „Wir gehen ganz ohne Erwartungen ran. Aber die Umgebung macht schon einen schönen Eindruck“, findet Otto Reichel.

Improvisation war „keine optimale Lösung“

Sechs und elf Kilometer lang sind die beiden Strecken, die sich die Wanderfreunde Neustadt im Vorfeld ausgesucht haben. Zunächst einmal müssen alle Teilnehmer durch den Bürgerpark hindurch, am Bahnhof vorbei und schließlich längs der Willingshäuser Straße Richtung Waizenberg marschieren. Ursprünglich sollte sich dann die kürzere Route nach gut einem Drittel an einem Feldweg abspalten und durch den Wald entlang der Otterbach zurück nach Neustadt führen.

Aber daraus wurde nichts. „Genau an diesem Weg sind scheinbar Forstarbeiter mit schweren Maschinen langgefahren. Der Schlamm war kniehoch“, berichtet Ludwig Nothvogel vom Vortag, als die Wanderwarte ein letztes Mal die Strecken prüften. Also musste der Verein kurzfristig improvisieren.

Den Abknick setzten die Organisatoren deshalb schon knapp einen Kilometer früher an einem Schafstall, der neue Weg führte zum Teil direkt über die Alsfelder Kreisstraße nach Arnshain. Laut Nothvogel keine optimale Lösung, aber angesichts der Umstände sei es nicht besser möglich gewesen.

Wer an diesem Tag die längere, elf Kilometer lange Strecke läuft, braucht sich damit nicht zu beschäftigen. Dieser Weg führt über den Dreiherrenstein bis zum Otterborn und von dort über die Rohrhecke wieder in die Junker-Hansen-Stadt.

von Yanik Schick

Auszeichnungen

IVV

1. Wanderfreunde Dietkirchen mit 67 Teilnehmern, 2. Einricher Allendorf mit 45 Teilnehmern, 3. Ebernhahn sowie St. Julian mit 40 Teilnehmern.

EVG

1. Lindenstruth mit 11 Teilnehmern, 2. Niederkleen (10), 3. Niederklein (9).

Neustädter Vereine

1. CDU (9), Feuerwehr (8).

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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