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Nur an Kleinigkeiten gibt‘s Kritik

Kirmes in Neustadt Nur an Kleinigkeiten gibt‘s Kritik

Im Rathaus herrscht Zufriedenheit: „Die Kirmes ist den Neustädtern wieder wichtig, und der Stellenwert des Festes in der Umgebung ist auch wieder hoch“, sagte Bürgermeister Thomas Groll nach viereinhalb Tagen des Feierns.

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Neustadt. Es ging noch einmal rund am vierten Tag der Trinitatis-Kirmes. Fröhlich feierten die Neustädter zur Musik von „Sepp, dem Partyrocker“, den Spaßrebellen und den „Spessart Eichen“ - die einen Tippfehler aus der Montagsausgabe dieser Zeitung aufgriffen und sich während des Frühschoppens als „Spessart Elche“ bezeichneten.

Für Unterhaltung sorgten außerdem verschiedene Spiele, die sich Michael Launer und Andreas Gnau als Moderatoren der Veranstaltung wieder ausgedacht hatten. Und auch das Geld saß locker - und zwar nicht nur an der Theke: Fast 900 Euro kamen bei einem Spendenaufruf für den Bau des Kunstrasenplatz des VfL Neustadt zusammen. Ein Betrag, mit dem Thomas Schmid -der „gute Geist“ der Neubürger - im Vorfeld nicht gerechnet hatte. So muss der Neustädter Arzt nach verlorener „Zeltwette“ nun 500 Euro aus eigener Tasche beisteuern (was er aller Wahrscheinlichkeit nach im Vorfeld bereits geahnt hatte).

Die Zufriedenheit war, ob des Verlaufs der 512. Trinitatis-Kirmes, groß. Bürgermeister Thomas Groll sprach von einem friedlichen, gelungenen Fest, dessen Höhepunkt der Umzug gewesen sei: „Er war so lang wie selten. Zudem beteiligte sich eine große Zahl an Kindern. Das ist schön und gibt Hoffnung, dass die Kirmes noch lange Bestand hat.“ Jene Hoffnung sei nach der 500. Auflage der Kirmes nicht immer vorhanden gewesen, denn die Begeisterung bei den Bürgern sei nach der Jubiläumsveranstaltung - wie so oft - deutlich zurückgegangen, erinnerte Groll. „Es gab dünnere Jahre. Aber die sind vorbei. Wir haben auch die richtigen Partner für die kommenden Jahre gefunden“, betonte er und verwies auf Generalpächter, Festwirt und Brauerei. Noch dazu lobte er seinen städtischen Mitarbeiter René Spatzier, der viel Zeit und Arbeit in das Managen des Festes stecke.

Besonders gut sei die Resonanz auf den inoffiziellen Kirmes-Auftakt am Donnerstag gewesen, berichtete der Bürgermeister. Leichte Kritik habe es gegeben, als die letzte Batterie beim Feuerwerk nicht gezündet habe: „Hier ist vier Tage live - das kann passieren. Nobody is perfect“, relativierte er - und fordert die Bürger auf, der Stadt Rückmeldung zu geben, wie ihnen die Kirmes gefallen habe, was wiederholt, aber auch was verändert werden könne. Er sei beispielsweise am Grübeln, die Grumis und die „Spessart Eichen“ noch ein drittes Mal zu verpflichten, oder doch zu ersetzen. Die Kapellen seien beim Publikum hervorragend angekommen, betonte er. Nun frage er sich, ob die Stadt auf Bewährtes setzen oder, aus Furcht vor Abnutzung, Neues verpflichten solle.

Ein weiterer Gedanke des Rathauschefs ist, den Samstagabend aufzuteilen: bis zum Feuerwerk könnte eher Musik für die älteren Generationen geboten werden, danach, bis etwa 3 Uhr, Musik für jüngere Menschen. Außerdem wolle er das „Loch“ nach der Musikschau am Sonntag streichen. Nach dem Auftritt der heimischen Kapellen müsse sofort eine Band aufspielen, damit „die Leute sitzen bleiben und nicht nach Hause gehen, denn dann kommen sie nicht wieder.“ Insgesamt stehe das Grundgerüst, auch wenn „König Fußball“ immer wieder dazwischenfunke und Gäste vom Festplatz fernhalte: „Wir sollten uns vom Fußball nicht alles diktieren lassen.“

von Florian Lerchbacher

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