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"Notwendiges kommt vor Wünschenswertem"

Stadtallendorf "Notwendiges kommt vor Wünschenswertem"

Erstmals tritt die Wählergemeinschaft Bürgerunion Stadtallendorf (BUS)an. Spitzenkandidat ist Manfred Thierau, bisher Fraktionsvorsitzender der Republikaner, die er verlassen hat.

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Manfred Thierau, zu diesem Zeitpunkt noch für die Fraktion Republikaner sprechend, bei seiner jüngsten Haushaltsrede im Stadtallendorfer Stadtparlament.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Als letzter der Spitzenkandidaten der fünf Listen, die sich um die 37 Mandate im Stadtallendorfer Stadtparlament bewerben, äußert sich Thierau im OP-Gespräch. Die Bürgerunion bewirbt sich mit 14 Kandidaten auf ihrer Liste, 4 von ihnen standen bei der Wahl 2011 auch auf der Republikaner-Liste.

OP: Herr Thierau, worin unterscheidet sich die Bürgerunion Stadtallendorf von den Republikanern, für die Sie bisher im Stadtparlament gesessen haben und wie viele Mitglieder hat Ihre Wählergemeinschaft inzwischen?

Manfred Thierau: Eigentlich gehört diese Frage hier nicht zur Sache, wir sind die Bürgerunion und keine Republikaner. Ich bin vor einem Jahr aus der Partei der Republikaner ausgetreten. Die Bürgerunion Stadtallendorf ist politisch völlig unabhängig und neutral. Wir bieten ein alternatives Angebot zu den anderen Parteien im Stadtparlament an. Ich bin wie die meisten Bürger völlig politikverdrossen. Statt aufzuhören habe ich mich aber für die Gründung einer Wählergemeinschaft entschieden. Die Höhe der Anzahl unserer Mitglieder hat die übrigen Parteien nicht zu interessieren. Fakt ist, dass wir stetig anwachsen.

OP: Wo liegen denn Ihre programmatischen Schwerpunkte?

Thierau: Wir werden uns für eine positive Gestaltung unserer Stadt einsetzen. Wichtig sind solide Finanzen, die Ausgabenseite muss kritisch überprüft werden. Notwendiges kommt vor Wünschenswertem. Dabei stellen wir uns gegen alle Steuer- und Gebührenerhöhungen. Oberstes Ziel ist Familienfreundlichkeit. Ganz sicher wollen wir uns für mehr Bürgerbeteiligung einsetzen. Bei Informationsveranstaltungen darf der Bürger meiner Meinung nach nicht nur fertige Konzepte vorgelegt bekommen. Er muss einbezogen werden und eigene Ideen einbringen können. Für uns ist der Bürger der Experte.

OP : Also werden Sie auch mehr Anträge im Stadtparlament stellen als bisher als Republikaner?

Thierau: Man muss im Stadtparlament keine Schauanträge stellen, um aktiv zu sein. Das waren wir bisher auch durch unsere Arbeit in Ausschüssen, Kommissionen und Arbeitsgruppen. Um Anträge durchsetzen zu können, braucht man ja auch eine Mehrheit.

OP : Wollen Sie sich einen festen Partner im Stadtparlament suchen, um Mehrheiten zu bekommen oder sehen Sie die Bürgerunion dann doch eher als eine Fundamentalopposition?

Thierau: Die etablierten Parteien sollen begreifen, dass Stadtpolitik vor Parteipolitik gehen muss. Die Entscheidung, wie wir uns in Zukunft verhalten werden, wird im Stadtverband von BUS und der künftigen Fraktion nach der Wahl entschieden werden. Wir wollen mit allen Fraktionen zusammenarbeiten, einer Koalition erteile ich eine Absage, weil wir keine Steigbügelhalter sein wollen.

von Michael Rinde

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