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Noch nicht fertig - aber wieder nutzbar

Gemeinschaftszentrum Noch nicht fertig - aber wieder nutzbar

„Das Gemeinschaftszentrum ist als einziges Dorfgemeinschaftshaus der Innenstadt aus Stadtallendorf nicht wegzudenken“, betonte Bürgermeister Christian Somogyi und freute sich, dass es ab sofort wieder nutzbar ist.

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Im kleinen Kreis feierte die Stadt die Wiedereröffnung des Gemeinschaftszentrums, unter anderem waren Susanne Fritsch (von rechts), Christian Somogyi, Christian Stamm und Sigrid Waldheim dabei.Foto: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. 1,5 Millionen Euro kosteten die Stadt Stadtallendorf die ersten beiden Bauabschnitte. Das ist ein ordent­licher Batzen Geld - doch die Investition habe sich allemal ­gelohnt, kommentierte der Bürgermeister. „Wir haben ­etwas geschaffen, das den Anforderungen der Zeit und der Zukunft entspricht und wo in den kommenden 20 oder 30 Jahren höchstens mal kleinere Arbeiten nötig sind“, so Christian ­Somogyi.

Die Erneuerung der Außenfenster und die energetische Sanierung der Fassade sind bisher nicht vorgesehen. Es steht nur noch der dritte Bauabschnitt mit der Sanierung der Küche und der Bibliothek auf dem Plan -einem Teilprojekt, das die Renovierung des Gebäudes eigentlich ausgelöst hatte: Im Jahr 2010 hatten die Stadtverordneten den Umbau der Bücherei beschlossen, „aber wenn man heutzutage in ein Gebäude geht und plant, ist man ruckzuck bei Brandschutz und energetischer Sanierung“, erklärte der Bürgermeister.

Und genau das sei beim Gemeinschaftshaus geschehen: „Solange außerdem das Dach nicht dicht war, machte es keinen Sinn, die Bücherei - das eigentliche Schätzchen - anzugehen. Jetzt hängt es eben hinten dran.“

Es habe zahlreiche optische Verbesserungen gegeben. Die „historische Decke“ im Erdgeschoss gehöre zum Beispiel der Geschichte an, zudem sei das Dach - dessen zulässiges Gesamtgewicht angesichts von teilweise bis zu zehn Lagen Teerpappe deutlich überschritten war - renoviert worden, pickte sich Somogyi einige Teile heraus und ließ dann Sigrid Waldheim, die Leiterin des städtischen Eigenbetriebs Dienstleistungen und Immobilien (DuI), über das Gesamtprojekt berichten.

Die Wohnungen im Obergeschoss haben nun eine neue Wärmedämmung, das Gesamtgebäude verfügt nach der Abkopplung vom Hallenbad jetzt über eine eigene Heizungsanlage. Zug um Zug ließ die Stadt des Weiteren die Flucht- und Rettungswege erneuern und modernisierte die Gemeinschaftsräume - zum Beispiel gibt es im Erdgeschoss inzwischen eine Akustikdecke. Außerdem sind die Toilettenanlagen saniert worden und im Erdgeschoss wurde eine behindertengerechte Toilette eingerichtet. Und dann gebe es noch einige Neuerungen, die nicht sichtbar seien, erklärte Ingenieur Christian Stamm und zählte Aspekte des Brandschutzes, die Lüftungsanlage, die Elektrik und letztendlich die Entwässerungsanlage des Daches auf: Bisher sei Regenwasser größtenteils durch das Gebäude abgeleitet worden - was mehrfach zu Überschwemmungen geführt habe. Nun wird der Großteil des Dachwassers nach außen abgeleitet.

„Wir konnten uns das Notwendigste - und nicht das Wünschenswerte - leisten, dennoch ist es ein Schmuckstück geworden“, freute sich Somogyi, sprach Projektleiterin Susanne Fritsch sein Lob aus und hob hervor, dass die Renovierung ein wichtiger Schritt nach vorne bei der „Neuausrichtung der Innenstadt“ sei. Schon jetzt blicke er mit Freude anderthalb Jahre nach vorne, wenn Hallenbad und der neue Edeka-Markt fertig seien und die Stadtmitte in neuem Glanz erscheine.

Die gute Nachricht für Vereine und andere Initiativen ist aber nun erstmal, dass das Gemeinschaftshaus wieder für Veranstaltungen nutzbar ist. Für die Vergabe und die Koordination von Terminen ist Sigrid Waldheim (Telefon 06428/707303)zuständig.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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