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Noch hilft die Ölheizung ein wenig mit

Nahwärmenetz Erksdorf Noch hilft die Ölheizung ein wenig mit

Spätestens Anfang Dezember läuft auch die Holzhackschnitzel-Heizung des Erksdorfer Nahwärmenetzes. Damit enden die Bauarbeiten.

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Der „Vielfraß“, der die Erksdorfer Biogasanlage beschickt, ist gut gefüttert. Kleine Fotos: Im Inneren des Heizraumes flext ein Arbeiter ein Rohr für die Holzhackschnitzel-Heizung. Rechts: Heinz-Jürgen Ackermann und Sabine Brathge stehen inmitten der Baustelle. Fotos: Michael Rinde

Erksdorf. Die Bagger sind aus den Erksdorfer Straßen verschwunden, die Nahwärmerohre sind verlegt. Bis auf einen „Nachzügler“ sind damit alle Genossenschafts-Mitglieder am Netz. Das gilt auch für Schule, Bürgerhaus und Sportheim. Im Sportheim kommt die Wärme bereits von der Biogasanlage.

Die Straßenarbeiten haben sich länger hingezogen, als es der Vorstand der Nahwärmegenossenschaft und die Planer seinerzeit veranschlagt hatten. In den zurückliegenden Monaten haben Vorsitzende Sabine Brathge und ihre Mitstreiter deshalb etliche Anliegerbeschwerden zu hören bekommen. „Es tut uns leid, dass sich die Arbeiten hingezogen haben. Wir konnten nichts tun, um es zu beschleunigen“, sagt Brathge gegenüber der OP. Sie würdigt auch die Unterstützung der Stadtverwaltung, wo ebenfalls etliche Beschwerden eingingen.

Doch inzwischen hat sich die Situation entspannt. Bisher nutzen ungefähr drei Viertel der angeschlossenen Häuser die Nahwärme. Bei den übrigen wird teilweise noch restliches Öl verbraucht, bei anderen laufen noch die Umstellarbeiten von alter auf neue Heiztechnik. Doch keiner muss im Kalten sitzen, wie Sabine Brathge und ihr Stellvertreter Hans-Jürgen Ackermann hervorheben. Ihren normalen Betriebszustand hat die Nahwärmeanlage in Erksdorf allerdings noch nicht. Momentan muss die Ölheizung zumindest nachts noch Wärme zuliefern. Sie ist eigentlich nur für Spitzenzeiten, wenn der Wärmebedarf im Netz sehr hoch ist, gedacht.

Bei Normalbetrieb liefe jetzt statt der Öl- die Holzhackschnitzel-Heizung. Doch deren Montage konnte erst am vergangenen Montag beginnen. Die Nahwärmegenossenschaft hatte einen Förderbescheid in Höhe von 136000 Euro erst im August erhalten, obwohl sie den Antrag frühzeitig gestellt hatte.

Später Bescheid verzögert Bestellung

Der Genossenschaftsvorstand durfte die Anlage allerdings erst bestellen, wenn die Fördergenehmigung vorliegt. Ansonsten hätte es kein Geld gegeben, eine Vorgabe, die auch bei öffentlichen Projekten gilt, die Fördergeld bekommen sollen. „Und wir hätten auf dieses Geld auch nicht verzichten wollen oder können. Wie hätten wir das unseren Mitgliedern erklären sollen“, sagt Ackermann.

Bis vor kurzer Zeit wurde das Nahwärmenetz noch per Hand gesteuert, inzwischen kommt immer mehr Regelungs- und Steuerungstechnik hinzu. Gab es Probleme bei den Häusern, die bereits Nahwärme geliefert bekommen? „Wenn, dann hatten sie ihre Ursache immer in der Haustechnik“, antwortet Sabine Brathge. Das Netz laufe ansonsten sehr stabil.

Anfang Dezember läuft auch die Holzhackschnitzel-Heizung. Sie bekommt ihr Brennmaterial aus großen Containern. Im Regelfall wird sie etwa vier Monate im Jahr laufen wurde bei der Netzplanung berechnet.

Eine gute Nachricht für Genossenschafts-Mitglieder: „Nachdem, was wir derzeit abschätzen können, liegen wir bei den Baukosten im Soll“, sagen Brathge und Ackermann. 3,34 Millionen Euro hatte die Genossenschaft seinerzeit veranschlagt.

Ein Einweihungsfest wird es aber erst im Frühjahr geben. In der Vorweihnachtszeit mache das keinen Sinn, weil ohnehin kaum einer Zeit habe, begründet Ackermann.

von Michael Rinde

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