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Noch fehlt die Baugenehmigung

Bürgerhaus-Baustelle unter Druck Noch fehlt die Baugenehmigung

Das Kirchhainer Bürgerhaus ist leer geräumt, Teile der Fassadenverkleidung sind abgebrochen, doch im Bestand des Gebäudes dürfen die Arbeiter noch nichts verändern.

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Die Abbrucharbeiten an der Fassaden-Verkleidung des Kirchhainer Bürgerhauses haben bereits begonnen. Gestern demontierten Arbeiter die Deckenverkleidung im Foyer des Gebäudes. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Der Grund: Die Baugenehmigung für die 1,2 Millionen Euro teure Modernisierung und energetische Sanierung liegt noch nicht vor. Das teilte Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Soziales mit.

Dieser Umstand ist misslich, den die Arbeiten stehen unter einem enormen Zeitdruck. Genau wie beim Ausbau der Kratz‘schen Scheune zu einem Gemeinschaftshaus für die Kernstadt von Rauschenberg müssen auch die Arbeiten in Kirchhain bis zum 15. September abgeschlossen und komplett abgerechnet sein, weil sonst der Landeszuschuss für die energetische Sanierung verfällt..

Zwei neue barrierefreieZugänge zum Bürgerhaus

Jochen Kirchner stellte dem Ausschuss die wichtigsten Veränderungen des bei der Stadt verbleibenden Gebäudeteils vor. Auf der Saalseite erhalte das Gebäude zwei barrierefreie Zugänge. Dort würden auch Funktionsräume wie Küche, Theke, Personal- und Behinderten-WC untergebracht. Der kleine Saal werde durch einen Zugang nach draußen auf die Terrasse aufgewertet. Eine neue Belüftungsanlage erlaube es auch an heißen Sommertagen die hochgelegenen Saalfenster geschlossen zu halten, was etwaige Lärmbelästigungen eindämme. Das Turmzimmer bleibe erhalten, werde aber um 90 Grad gedreht. Kirchner berichtete von dem Wunsch einiger Vereine, dort einen Schwingboden einzubauen. Dieser benötige allerdings einen 15 Zentimeter hohen Aufbau. Mit Blick auf die Barrierefreiheit werde wohl ein schwingender Holzboden gewählt. Bühnentrakt, Lagerräume, WC-Trakt und Hausmeister-Büro rundeten das Raumprogramm ab. Wie der Bürgermeister erläuterte, sei es gelungen, mit Ausnahme des ehemaligen Bürgerhaus-Restaurants alle Räume für die Allgemeinheit zu erhalten.

Das ist insbesondere für die im Bürgerhaus untergebrachten Vereine wichtig, die während der Bauphase „im Exil“ arbeiten. „Die Vereine sind zum größtem Teil im Jukuz untergebracht und dies in der Regel auch zu ihrer vollen Zufriedenheit“, sagte Heike Scharlach, die beim städtischen Bauamt unter anderem für das Gebäudemanagement zuständig ist. Die Räume im Jukuz würden sehr gut beurteilt sagte sie. Eine Verein weiche ins Bürgerhaus Stausebach aus, andere hätten in den Gemeinderäumen der evangelischen Kirche und von St. Elisabeth sowie in Turnhallen ein Interims-Zuhause gefunden.

Nicht ganz so glücklich war Adelheid Sauer vom Verein Bewegungsförderung und Rehabilitationssport Kirchhain (Burki) mit der Unterbringung einer Reha-Sportgruppe im Sitzungsraum des Jukuz. Der Raum mit seinem wunderschönen historischen Dielenbelag sei wegen der Schwellen und des wellenförmigen Belags, den Gesunde gar nicht spürten, nur sehr bedingt geeignet. Dabei käme die Kritik nicht aus den Reihen des Vereins sondern vonseiten der Ärzte. So seien die Kursteilnehmer mit ihren zum Teil erheblichen Beeinträchtigungen kaum in der Lage, die Schwellen zu erkennen. Es habe schon mehrere Zwischenfälle gegeben, erklärte sie das Problem.

Heike Scharlach kündigte daraufhin an, die Schwellen mit Folien zu markieren.

von Matthias Mayer

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